Wohnen im Herzen der Stadt

Voller Freude über das Verschwinden eines ungeliebten Schandfleckes im Herzen Arnstadts sind hier v.l. Peter Bauer, Detlef Lüdicke, Mario Hörold, Dittmar Winkelmann, Ulrich Böttcher und Christian Carius. Am Donnerstag wurde an der Oberen Weiße der Grundstein für die Wohnbebauung der Vereinigten Wohnungsgenossenschaft Arnstadt gelegt.
Immer wenn Dittmar Winkelmann in vergangener Zeit Besuch durch Arnstadt führte, kam er - wenn der Weg an der Oberen Weiße entlang ging - nicht umhin, sich zu entschuldigen. "Diesen Schandfleck wird es nicht mehr lange geben", pflegte er dann zu versichern.

Nun muss sich der Architekt nicht mehr schämen, denn die Obere Weiße wird spätestens Ende 2013 aller Voraussicht nach ein Schmuckstück sein. Die Vereinigte Wohnungsgenossenschaft Arnstadt von 1954 (VWG) bebaut hier etwa 3600 Quadratmeter Grundstücksfläche mit Wohn- und Gewerbeeinheiten. Die 6,5 Millionen Euro Kosten werden zum großen Teil via Altschuldenhilfe und Städtebauförderung aufgebracht. Gebaut werden Bauteil 1 (Obere Weiße) und Bauteil 2 (Kleine Rosengasse) nach neuesten energetischen Verordnungen und Möglichkeiten. So wird beispielsweise auf einem der Gebäude eine Thermosolaranlage installiert. Alle Wohnungen bekommen Fußbodenheizung.

Neben den beiden Gewerbeeinheiten entstehen 35 Wohnungen (45 bis 86 qm). Die Fertigstellung der ersten Wohnungen inklusive Pkw-Stellplätzen ist für Ende 2012 geplant. Bauabschnitt 2 (bis Ende 2013) umfasst dann noch einmal fünf Wohnungen. Highlight dürfte die Maisonettewohnung sein - eine Fünfraumwohnung über zwei Ebenen. "Bereits jetzt gibt es weit mehr Interessenten als Wohnungen", weiß Simone Schöne, Prokuristin bei der VWG. Trotzdem könnte sich weiter beworben werden, da Interessenten immer wieder kurzfristig abspringen würden.

Seit 2003 zieht sich das Projekt aus der Landesinitiative "Genial zentral" schon hin. Warum? Architekt Winkelmann weiß Antwort: "Es ist nicht so einfach, Idee, Investoren und die nötigen Fördermittel in kürzester Zeit zu bekommen." Und der Denkmalschutz? - "Der teilt unsere Philosophie, dass modernes Bauen trotz historischer Befindlichkeiten zeitgemäß sein muss. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet." Bauminister Christian Carius war am Donnerstag zur Grundsteinlegung nach Arnstadt gekommen, um der VWG ein Lob auszusprechen: "Dieses Projekt zeigt, dass leistungsfähige Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Stadtumbau leisten können".
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