16. Arnstädter Umwelt- und Erlebnismarkt am 9. Juni - Alles für einen für einen nachhaltigen Lebensstil

Wann? 09.06.2012

Wo? Markt, Arnstadt DE
Handwerksmeister Stephan Dummer. Foto: Andreas Abendroth
Arnstadt: Markt | Alles für einen für einen nachhaltigen Lebensstil

AA im Gespräch mit Handwerksmeister Stephan Dummer über alternative Heizmethoden

Die Bundesregierung hat die Energiewende beschlossen. Schrittweise soll bis Ende 2022 vollständig auf die Stromerzeugung aus deutschen Kernkraftwerken verzichtet werden. Da Die Zauberworte heißen: erneuerbare Energien, regenerative Energien oder alternative Energien. Doch auch da gibt es bereits Einschränkungen.
Kürzungen in der bisher stark subventionierten Solarbranche sind ein brennendes Thema
Letztendlich betreffen diese beschlossenen Maßnahmen die Produzenten, Importeure und Verteiler der Energie. Der „Kleine Mann“ hat darauf keinen direkten Einfluss, muss letztendlich sprichwörtlich die Zeche bezahlen. Doch wohl jeder ist heute bemüht Energie einzusparen. So wird ja auch der eigene Geldbeutel geschont.
Was kann der Privatmann tun? Eine Frage, die man einem Handwerker der sich seit vielen Jahren mit dieser Thematik beschäftigt, stellen muss. Als kompetenten Ansprechpartner fand ich den Arnstädter Handwerksmeister Stephan Dummer.

Herr Dummer, welche alternativen Möglichkeiten hat der kleine Mann, um dem Energiepoker der Großen zu entgehen?

Mit den „Neuen Energieträgern“ geht man schon einen richtigen Schritt in Richtung Zukunft. Man muss ja auch an die nachfolgenden Generationen denken. Eine komplette Autonomie wird nicht so leicht realisierbar sein. Im Kleinen und im Privatbereich kann man aber mit Brennwerttechnik, Fotovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Pellet- und Scheitholzanlagen einen kleinen Schritt in diese Richtung tun.

Kann man sagen, welches System das Beste ist?

Nein. Wie bei allen Dingen gibt es immer ein dafür und ein dagegen. Das eine System nutzt die Sonnenenergie, andere nachwachsende Rohstoffe, wie Holz, bei Wärmepupen nutzt man beispielsweise die Erdwärme.
Hier sollte sich Interessenten durch einen Handwerkerbetrieb oder Energieberater fachmännisch beraten lassen.

Immer öfter hört man derzeit etwas von Mini-Blockheizkraftwerken. Was verbirgt sich dahinter?

Otto-Normalbürger kennt ja nur die großen Kraftwerke. Hier ist aber die Energieerzeugung mit großen Energieverlusten verbunden. Die erzeugte Wärme bleibt meist ungenutzt. Der Wirkungsgrad liegt bei einem Kohlekraftwerk um die 35 Prozent. Es geht aber auch anders, mit Blockheizkraftwerken. Sie erzeugen Strom und stellen gleichzeitig Wärme für Heizung, und Warmwasser zur Verfügung. Die Effizienz liegt bei über 90 Prozent.
Kann man sich ein solches Heizwerk auch privat einbauen lassen?

Ja. Mittlerweile werden Blockheizkraftwerke für Ein- und Zweifamilienhäuser angeboten. Von den Ausmaßen passen sie in einen Heizungskeller oder Technikraum.

Wie funktionieren diese Kleinkraftwerke?

Ein Verbrennungsmotor treibt einen Generator an. Dieser erzeugt Strom. Die dabei entstehende Wärme wird über einen Wärmetauscher nutzbar gemacht. Gängige fossile Brennstoffe in Blockheizkraftwerken sind Diesel, Heizöl oder Gas. Aber auch regenerative Energieträger, beispielsweise Biodiesel oder Holzpellets können eingesetzt werden. Der Fachmann spricht bei diesem Verfahren von dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

Wo kann man sich ein solches Mini-Blockheizkraftwerk einmal ansehen?

Mein Tipp ist der 16. Arnstädter Umwelt- und Erlebnismarkt am 9. Juni 2012 auf dem Markt. Hier sind verschiedene Anbieter, Firmen und Handwerker, Vereine und Verbände vor Ort. Übrigens ist der thematische Schwerpunkt in diesem Jahr die Nutzung erneuerbarer Energien, der effiziente Einsatz von Energie.
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