Die Selbstverständlichkeit von Trinkwasser

Techniker fügen die 20 Meter langen Rohrabschnitte zusammen, verschweißen sie. Foto: Andreas Abendroth

Von der Ohra-Talsperre in die Thüringer Region


Von Andreas Abendroth

„Es ist für die Bürger selbstverständlich, dass sie den Hahn aufdrehen und das Wasser fließt, betont Peter Fidelak, Technischer Leiter des örtlichen Wasser- und Abwasserzweckverbandes.
Doch bis das trinkbare Nass beim Endverbraucher ist, muss es kilometerlange Strecken bewältigen, aufbereitet werden.
Das Wasser, mit welchem Teile der Kreisstadt Arnstadt, der nördliche Ilm-Kreis, das Gewerbegebiet Erfurter Kreuz sowie die Bereiche Erfurt bis Jena versorgt werden, kommt aus der Ohra-Talsperre.

„Nachdem das Wasser die zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Luisenthal und Zeigerheim verlassen hat, gelangt es durch ein 574 km langes Rohrleitungsnetz zu den örtlichen Versorgern. Diese transportieren dann jeweils Fernwasser oder Mischwasser – ein Cuvée aus Talsperrenwasser und Beispielsweise Brunnenwasser – zum Wasserhahn des Endkunden", so Sandra Kühn von der Thüringer Fernwasserversorgung.“

260 Kilometer Ohra-Leitung, wurden jetzt unter die Lupe genommen. 600 Meter davon – nahe Dornheim - werden jetzt neu verlegt. „Es ist die Strecke mit den größten Havarien. Im Ergebnis von Untersuchungen konnten rund um Dornheim Materialermüdungen und Unzulänglichkeiten bei der Verlegung aufgedeckt werden“, betont Uwe Weiß von der Fernwasserversorgung. „In Erinnerung geblieben dürfte vielen die Riesenfontäne beim Bruch der Leitung am 27. Juni 2012. Damals schoss das Wasser rund 40 Meter hoch aus der Leitung.“

Die neue Leitung ist dieses Mal aus Stahlröhren mit einem Meter Durchmesser gefertigt. Die einzelnen Rohrsegmente haben eine Länge von 16 Metern. Erst nach erfolgreichen Druckproben, einem Reinigungsverfahren und der Entnahme und Analyse von einwandfreien Wasserproben wird die neu verlegte Leitung in Betrieb genommen.
Die Einbindung des neuen Leitungsabschnittes an das bestehende Rohrnetz soll innerhalb eines 36-Stunden-Zeitfensters durchgeführt werden. Danach wird die parallel verlaufende alte Spannbetonleitung zurückgebaut, der Boden zur landwirtschaftlichen Nutzung vorbereitet.
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