Grillen mit Pfirsich, Melone & Co. - Das A und O der Rostkultur

Frank Knöchel kennt das A und O des Grillens.
“Auf den Grill legen kann man fast alles“, sagt Frank Knöchel. Der Eventkoch aus
Ilmenau kennt die Trends und weiß, was genau man mit dem Grill anstellen muss,
um optimale Ergebnisse zu erhalten. „Grundsätzlich unterscheidet man zwischen indirektem und direktem Grillen. Bei ersterem liegt das Grillgut nicht direkt über der Hitzequelle, sondern die Glut wird beim Holzkohlegrill am Rand
verteilt.“ Unter das Fleisch selbst stellt man nur eine Schale mit Wasser. Empfohlen wird dafür ein verschließbarer Grill mit Deckel und Lüftungsschlitzen.
Direktes Grillen kennen wohl die meisten Thüringer. Hier wird das Fleisch direkt
über der Glut gegrillt. Vorteile sind bei diesem Verfahren schnelle Garzeit und das typische Grillmuster. Das ist beinahe ein „Must have“, denn Grillen ist für den Thüringer nicht einfach Nahrungsaufnahme. Er zelebriert diesen Prozess regelrecht. Beim direkten Grillen sollte man allerdings darauf achten, dass
das Grillgut nicht zu lange auf dem Rost liegt, weil es sonst austrocknet. „Nachteil beim direkten Grillen ist, dass das Fett in die Glut tropft. Beim Verbrennen entstehen dadurch giftige Stoffe“, gibt Frank Knöchel zu bedenken.
Man sollte das Fleisch also keinesfalls in den Rauch legen, sondern warten, bis sich die Glut gebildet hat.
Grillen kann man fast alles: Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Desserts wie beispielsweise Marshmallows. „Grillt man Obst, sollte man nur feste Sorten wie
Ananas, Melone, Banane oder Pfirsich verwenden“, unterstreicht der Eventkoch. „Das funktioniert dann wie beim Bratapfel. Das Obst karamelisiert
und schmeckt einfach vorzüglich.“
Ein weniger bekanntes Grillverfahren ist das Smokern. Dafür braucht man
Geduld – das Grillgut smokert einige Stunden bei Temperaturen zwischen 60 und 90 Grad Celsius. Frank Knöchel hat Erfahrung mit dieser Methode: „Warten lohnt sich. Das Fleisch bleibt saftig, hat ein tolles Aroma und einen rauchigen Geschmack.“
Letzteren könne man mittels Verwendung bestimmter Hölzer wie Nussholz oder Eiche maßgeblich beeinflussen.

Grilltipps:
• Auf Qualität von Grillgut und -material achten.
• Grillzange verwenden. Fleisch aber nicht anstechen (Fleischsaft tritt aus).
• Grill nachfetten (kein kaltgepresstes Öl nehmen).
• Grill gerade stellen, Eimer Wasser bereit stellen.
• Schürze, Handschuhe, festes Schuhwerk tragen.
• Hygiene ist wichtig: Fleisch durchbraten, Hände waschen, rohes Fleisch
nicht lange liegen lassen.
• Anzünden: Extralange Steichhölzer oder Grillfeuerzeug verwenden. Keinesfalls Spiritus! Auf Glutbild warten.

Statistisches:
• In Deutschland stehen mehr Männer als Frauen am Grill.
• Die Bratwurst ist hierzulande das beliebteste Grillgut.
• Pro Jahr isst der Deutsche durchschnittlich 84 Würste.
• 1313 wurde die Nürnberger Bratwurst bekannt, 1404 erfuhr man vom Thüringer
Pendant.
• Deutsche grillen etwa sechsmal pro Jahr.
• Es gibt mehr als 1500 verschiedene Wurstsorten. Bratwürste heißen nicht Bratwürste, weil sie gebraten werden, sondern weil sie mit Brät gefüllt sind.
• Übrigens: Der Thüringer grillt nicht, er brät. Und zwar nicht auf dem Grill, sondern auf dem Rost.
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9 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 09.05.2013 | 06:13  
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Silke Rönnert aus Gotha | 09.05.2013 | 11:35  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 10.05.2013 | 09:45  
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Ronald Koch aus Ilmenau | 10.05.2013 | 10:41  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 10.05.2013 | 10:47  
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Ronald Koch aus Ilmenau | 10.05.2013 | 17:38  
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Regina Kleiber aus Sondershausen | 10.05.2013 | 22:33  
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Renate Jung aus Erfurt | 14.05.2013 | 15:00  
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Ronald Koch aus Ilmenau | 28.03.2014 | 14:10  
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