Kalte Güsse auf die Füße - nagelneues Tretbecken neben dem Mühlencafé

Kalte Füße: Direkt neben dem Mühlencafé gibt es jetzt ein Tretbecken für Freunde Kneipp‘scher Anwendungen. Foto: C. Vogel
"Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt." So formulierte einst Pfarrer Sebastian Kneipp die Ergebnisse seiner ganzheitlichen Denkweise. Und fand jetzt - 114 Jahre nach seinem Tod - auch in Geraberg Gehör.

Jetzt ist also erst einmal Zeit für kalte Güsse auf die Füße, wobei das Gemeindeoberhaupt der Angelegenheit durchaus auch einigen Humor abgewinnen kann: "Gleich nach der Wende haben wir unser Gerawasser von einem unabhängigen Institut prüfen lassen". Die Prüfer seien ganz begeistert gewesen, erinnert sich Günther Irrgang. Schließlich hätte das Institut sogar bescheinigt, dass das Wasser so sauber sei, dass man es glatt vermarkten könne.

"Nun ja", meint Gemeindevater Irrgang augenzwinkernd, "wenn wir es schon nicht trinken, wollen wir wenigstens die Füße darin baden". Und so ist es wohl ein kleines bisschen dem Gutachten von damals und sehr viel dem Engagement heutiger Verantwortlicher zu verdanken, dass Geraberg jetzt ein etwa zwei mal vier Meter großes Tretbecken für Kneipp‘sche Anwendungen besitzt. Im Übrigen gleich neben dem Mühlencafé, in dem Freunde der eisigen Güsse sich auch gleich noch von innen abkühlen können.

Bürgermeister Irrgang mag davon nur schwärmen: "Man sitzt in der Sonne, direkt neben dem Wasserrad, umgeben von Buchenwald und grüner Wiese..."

Ideal ist der Trip in den südlichen Teil von Geraberg übrigens nicht nur für den schnellen Spaziergang mit dem Hund. Als Wanderwege böten sich der Bergbau-Lehrpfad und der Braunsteinweg als Verbindung zum Rennsteig geradezu an, empfiehlt Irrgang, der sich von dem aufgewerteten Ausflugsziel auch einen touristischen Zugewinn verspricht. Unweit des Cafés befindet sich zudem das Braunsteinmuseum mit einem drei Mahlgänge absolvierenden Pochwerk. "Diese Art ist in Deutschland einmalig", betont Günther Irrgang stolz und kann Wanderern wie Spaziergängern nur wärmstens ans Herz legen: "Wenn die Füße dampfen, in Geraberg gibt es Erfrischungen für alle Sinne".

Über Kneipp
• Pfarrer Sebastian Kneipp lebte 1821 bis 1897 und gilt noch heute als wegweisend für naturheilkundliche Methoden und zeitgemäße Präventivmedizin.
• Kneipp stellte die Elemente Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung und Balance in einen engen Zusammenhang und begründete so einen ganzheitlichen Lebensstil.
• Kneipp revolutionierte im 19. Jahrhundert die Naturheilkunden, indem er seine schwere, damals als unheilbar geltende Tuberkulose durch kurze Bäder in der kalten Donau selbst kurierte.
• Mit seinen Veröffentlichungen "Meine Wasserkur" oder "So sollt ihr leben" wurde er berühmt.
• Wassertreten wurde von Kneipp für Abhärtung und Stärkung empfohlen, wobei die Dauer des Wassertretens zunächst auf etwa 10 bis 20 Sekunden begrenzt werden soll.
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