Nur eine Frage: Dürfen Medikamente in den Hausmüll?

(Foto: I-Vista/Pixelio.de)
Es antwortet Danny Neidel, Apotheker bei der Landesapothekenkammer Thüringen.

Die Entsorgung von Altarzneimitteln über den Hausmüll ist die zweitbeste von drei denkbaren Varianten. Arzneimittelabfälle gehören im Privathaushalt zum Siedlungsabfall und dürfen daher über die Restmülltonne entsorgt werden. Das ist in jedem Fall besser als die gefährliche Entsorgung über die Toilette. Dabei gelangen die Arzneimittelreste ins Grundwasser und sind bereits in einigen Gewässern in messbaren Konzentrationen wiederzufinden. Das birgt nur schwer kalkulierbare Risiken.

Viel besser als die Entsorgung über den unsortierten Restmüll ist jedoch die gesonderte Sammlung, da selbst von verfallenen Arzneimitteln noch Gefahr ausgeht, wenn sie beispielsweise in Kinderhände fallen. Daher empfehlen wir, Altarzneimittel in die Apotheke zurückzubringen, wo sie gesondert erfasst und entsorgt werden. Auch wenn für Apotheken keine Rücknahmepflicht besteht und ihnen durch die Rücknahme Kosten entstehen, nehmen viele Kollegen die Arzneimittel kostenfrei zurück.

Aus den Apotheken werden die Arzneimittelabfälle in der Regel direkt zur Müllverbrennung gebracht, wodurch sie vollständig und ohne Gefahr für das
Grundwasser entsorgt werden.
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