TU Ilmenau: Berufung auf Stiftungsprofessur „Blitz- und Überspannungsschutz“

Versuch im Labor für Blitz- und Überspannungsschutz (Foto: TU Ilmenau)
 
Der neue Stiftungsprofessor für Blitz- und Überspannungsschutz, Dr. Michael Rock (Foto: TU Ilmenau)
Ilmenau: Technische Universität | Die Technische Universität Ilmenau beruft am 3. August Dr. Michael Rock auf die Stiftungsprofessur „Blitz- und Überspannungsschutz“. Die Stiftungsprofessur wird künftig Grundlagenforschung betreiben und moderne Verfahren, Technologien und Materialien zum Schutz vor Blitzeinschlag und Überspannungsschäden entwickeln.
Stifter der Professur ist das bayerische Unternehmen DEHN + SÖHNE GmbH & Co. KG. Die TU Ilmenau arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit dem in Deutschland führenden Unternehmen zusammen, beispielsweise bei der Untersuchung der Wirkungen von Blitzentladungen, bei Überspannungsschutzeinrichtungen und Arbeitsschutzmaßnahmen in elektrischen Anlagen. Das mittelständische Familienunternehmen, das im vergangenen Jahr 100-jähriges Bestehen feierte, beschäftigt fast 1400 Mitarbeiter, von denen die meisten im Mutterhaus in Neumarkt in der Oberpfalz tätig sind.
Der neue Stiftungsprofessor Dr. Michael Rock, Jahrgang 1971, hat selbst an der TU Ilmenau studiert und promoviert, bevor er im Jahr 2009 Projektingenieur bei DEHN + SÖHNE wurde. Derzeit habilitiert Rock über das Thema „Prüfgeneratoren zur Simulation von Blitzimpulsströmen im Labor und ihre Wechselwirkung mit den Prüfobjekten“. Die Stiftungsprofessur Blitz- und Überspannungsschutz ist zunächst auf fünf Jahre angelegt. Gemeinsam streben TU Ilmenau und DEHN + SÖHNE an, gesellschaftliche Anforderungen an eine funktionierende elektrische Energieversorgung zu befriedigen. Dazu sind Forschung und Entwicklung im Bereich des Blitz- und Überspannungsschutzes von grundlegender Bedeutung, denn durch die globale Klimaveränderung steigt die Bedrohung durch Blitzeinschlag auch in Deutschland rapide an. Gleichzeitig wächst in Industrie und Privathaushalten die Zahl der durch Blitzeinschlag besonders gefährdeten elektronischen Geräte und Systeme.
Für eine stabile Energieversorgung in Deutschland sind, spätestens seit dem Beschluss des Bundestages zum Ausstieg aus der Atomkraft, Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen und Biogasanlagen in Zukunft von großer Bedeutung. Daher stehen neben der Forschung zum Blitz- und Überspannungsschutz Versorgungssysteme, die regenerative Energiequellen nutzen, im Zentrum der Arbeiten der Stiftungsprofessur. Auch solche Anlagen sind durch Blitzeinschlag stark gefährdet. Um effektive Schutzkonzepte entwickeln zu können, die deutschland-, europa- und weltweit einheitlich umgesetzt werden, wird die neue Forschergruppe exakte Bedrohungs¬parameter und -größen ermitteln.
Die Stiftungsprofessur wird nicht nur Forschung und Entwicklung betreiben, sondern auch Studentinnen und Studenten spezifische Lehrinhalte aus der Blitz- und Überspannungsschutz¬technik vermitteln. Die angehenden Wissenschaftler der Elektrotechnik können das Wissenspotenzial, Labore und Laboreinrichtungen der Universität in vollem Umfang nutzen.

Die feierliche Ernennung von Dr. Michael Rock auf die Stiftungsprofessur „Blitz- und Überspannungsschutz“ findet am 3. August, 13 Uhr, auf dem Campus der TU Ilmenau, „Meitnerbau“ statt.
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