Verjährungsfristen zum Jahresende beachten!

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) rät Unternehmern und Bürgern, zum Jahresende rechtzeitig Forderungen auf eine mögliche Verjährung zu überprüfen. „Nach Eintritt der Verjährung ist der Schuldner berechtigt, die Leistung zu verweigern.“ „Diese ganz banal klingende Vorschrift des § 214 Abs. 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) regelt die Folgen der Verjährung“, so Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.
Der Rechnungsbetrag kann zwar vom Schuldner noch gefordert werden. Ist jedoch die Verjährung bereits eingetreten, kann der Schuldner sich auf diese berufen. Auch wenn der Anspruch weiterhin besteht gibt es keine Möglichkeit mehr, diesen auf gerichtlichem Wege durchzusetzen.
Der Zeitpunkt, an dem die Verjährung eintritt, kann gesetzlich oder vertraglich bestimmt sein. Die regelmäßige gesetzliche Verjährung beträgt drei Jahre. Sie beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und endet drei Jahre später am 31. Dezember um 24 Uhr.
Zum 31. Dezember 2011 verjähren somit Ansprüche, die im Jahr 2008 entstanden sind. Mit dem gerichtlichen Mahnverfahren oder der Erhebung einer Klage kann die Verjährung verhindert werden. Bloßer Schriftverkehr mit dem Schuldner reicht hierfür nicht aus.
„Damit es am 01. Januar 2012 nach der Silvesternacht kein böses Erwachen gibt, sollten Unternehmer und natürlich auch Bürger schnellstmöglich prüfen, ob es noch offene Forderungen aus dem Jahr 2008 gib“, rät Pieterwas.
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