Vom Blitz getroffen - Vorsicht beim Aufenthalt in der Nähe von Bäumen am Himmelreich

Die Pappel wurde durch den Blitzeinschlag erheblich beeinträchtigt. (Foto: Stadtverwaltung Arnstadt)
Arnstadt: ... | In der vergangenen Woche wurde in der Nacht vom Montag auf Dienstag eine knapp 30 m hohe Pappel, die am Weiße-Ufer an der Straße „Am Himmelreich“ steht, vom Blitz getroffen, teilt die Stadtverwaltung mit. Diese ist jedoch erst am Donnerstag gegen 16 Uhr während einer Betriebsfahrt einem Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes aufgefallen. Er gab eine entsprechende Warninformation an die zuständige Tiefbauabteilung der Stadtverwaltung. Bei der unverzüglich durchgeführten Sichtkontrolle an der Pappel wurde eine etwa zwei Drittel große Aufspaltung des Baumes festgestellt. Von dem betroffenen tonnenschweren Baumteil ging eine starke Gefährdung des umliegenden Wohnbereiches aus, zumal die noch zusätzlich einsetzenden starken Windböen jederzeit ein Herunterbrechen hätten verursachen können.
Zwar kommt es häufig vor, dass Bäume durch Blitze getroffen werden, aber nicht immer wird die Bruchsicherheit eines Baumes derart beeinträchtigt. In vielen Fällen läuft der Blitz unter der Baumrinde entlang und löst diese vom Holzkörper ab. Der Baum wird dadurch zwar in seiner Vitalität beeinträchtigt, jedoch nicht unmittelbar nach dem Einschlag bruchgefährdet. Erst wenn ein Blitz, der immerhin eine Stromstärke von 20.000 Ampere erreichen kann, in das Holz des Baumes eindringt, sprengt er es förmlich auseinander.
Aufgrund des starken Windes und einiger direkt unter dem Baum parkenden Fahrzeuge war es zum Kontrollzeitpunkt unmöglich, den sofortigen Rückschnitt des Baumes durchzuführen. Der Durchgang wurde für den gesamten Verkehr unverzüglich gesperrt und mit Hilfe der Polizei wurden die Fahrzeughalter der parkenden PKW aufgefordert, ihre Autos an anderer Stelle zu parken. Der für die Stadt arbeitende Baumdienst konnte daraufhin erst am folgenden Tag mit den Schnittarbeiten beginnen.
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es bei Baumschnittarbeiten an Straßenbäumen grundsätzlich darum geht, Gefahren, die von Bäumen durch gefährdete Bruch- und Standsicherheit oder durch abgestorbene Äste ausgehen können, zu beseitigen und somit ein gefahrloses Benutzen der öffentlichen Verkehrsflächen für alle zu gewährleisten. So müssen auch Entscheidungen getroffen werden, wo Bäume ganz entfernt werden müssen, weil es keine andere vertretbare Möglichkeit unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit mehr gibt.
Trotz aller Sorgfalt bei den regelmäßigen Baumkontrollen sind nicht in jedem Fall alle möglichen Gefahren sofort zu erkennen. Gerade während oder nach extremen Witterungsverhältnissen, die in letzter Zeit oft auftreten, sind Gefahrensabschätzungen eine besondere Herausforderung. Jeder sollte sich im eigenen Interesse mit der gebotenen Aufmerksamkeit und Vorsicht im Bereich von Bäumen aufhalten und - sofern erforderlich - insbesondere die Nähe zu sehr großen Bäumen ganz meiden.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige