... liegt auf dem Rücken der Pferde, sagt Susanne Kunz vom Therapiezentrum „Pferdestärken“ in Bücheloh

Für den fünfjährigen Tilman gehört die Zeit auf dem Rücken der Stute Trixi zur Reittherapie, bei der Gesundwerden Spaß macht. Reittherapeutin Susanne Kunz freut sich über die Fortschritte ihrer Patienten. (Foto: Dietmar Mansfeld)
Bücheloh: ... | Heilen durch den Umgang mit Tieren ist uralt und doch modern. Im Therapiezentrum „Pferdestärken“ in Bücheloh sind es – wie der Name ja sagt – Pferde, die Heilung oder Linderung versprechen. Ganz praktisch hat Susanne Kunz dabei aus ihrem Lieblingshobby einen Beruf gemacht: „Vor fünf
Jahren bin ich in die physiotherapeutische Behandlung mit Pferden eingestiegen. Angefangen von Kindern, die nicht Laufen wollen oder
Haltungsschäden haben, über Kinder mit Behinderungen bis hin zu Managern versuche ich, den Menschen mit Hilfe der Pferde zu helfen.“
Susanne Kunz‘ Worte über die Fähigkeiten der Pferde grenzen dabei schon an Poesie: „Pferde bieten unbegrenzte Möglichkeiten, wenn die Seele des Menschen aus dem Gleichgewicht geraten ist, wenn Chaos herrscht. Pferde haben Aufforderungs-Charakter und der Kontakt mit ihnen richtet sich an den ganzen Menschen, richtet sich an ihn als geistiges, seelisches, soziales und körperliches Wesen. Das Glücksgefühl, das sich einstellt, wenn der kleine
Mensch mit der großen Bewegung des Pferdes in Einklang ist, setzt Mut
und Vertrauen voraus. Es ist ein erlebtes Abenteuer, das alle Sinne und
damit den ganzen Menschen erfasst.“
Jedes ihrer Pferde wird in der tiergestützten Therapie gezielt entsprechend seinem Temperament, seiner Größe und seiner Erfahrung eingesetzt.
Die Hippotherapie unterstützt die Physiotherapie beispielsweise bei neurologisch bedingten Bewegungsstörungen, bei verzögerter motorischer Entwicklung und bei Haltungsschwächen. Die Reittherapeutin Suzanne
Kunz ist auch ausgebildete Physiotherapeutin, so dass ihre Worte erst ein wenig verblüffen: „Die Hippotherapie kann unter Umständen mehr bewirken
als jede Physiotherapie.“
Erfahrungen mit autistischen Kindern und Jugendlichen in den vergangenen
Jahren lassen sie auch heute noch staunen: „Auf den Pferden erleben
diese Jugendlichen auf einmal Freude und äußern sie auch, was ungewöhnlich genug ist.“
Die Fortschritte vieler Patienten, besonders der Kinder, machen ihr immer wieder Freude und Mut. Wie der kleine Tilman, der von Geburt an eine leichte motorische Beeinträchtigung hat. Durch das Reittraining einmal in der
Woche verbessern sich seither vor allem Körpergefühl und Koordination.
Die Vorteile mit Reittherapien liegen für Susanne Kunz auf der Hand: „Pferde können nicht lügen und sie sind nicht nachtragend. Das Pferd ist in
jeder Sekunde Pferd, echt und ursprünglich. Das Pferd kann helfen, wenn die Probleme des Alltags unsere Gedanken nur noch um uns selbst kreisen. Der konzentrierte Umgang mit Pferden ist eine Übung für den Alltag. Die Pferde unterstützen uns darin, ihn mit Achtsamkeit, Gelassenheit und Freude zu leben.“
Nur wenige Minuten auf dem Hof genügen, um diese Worte von den sanften Riesen bestätigt zu bekommen.

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