Kartsportler Lukas Wenig aus Langewiesen wechselt in den Formelsport

Lukas Wenig mit einem Bruchteil der Pokale, die er bisher nach Hause brachte. Jetzt nimmt er Abschied vom Kart und bereitet sich auf den Formelsport vor.
Kein Kreisverkehr

Kartsportler Lukas Wenig aus Langewiesen wechselt in den Formelsport - Der Weg könnte steinig werden

LANGEWIESEN. Als Vierjähriger saß Lukas Wenig zum ersten Mal auf Vater Franks Schoß im Kart auf einer Bahn in Wackersdorf – der Beginn einer bis heute ungebrochenen Leidenschaft. Mit sechs Jahren fuhr er lizenzfreie Meisterschaften und bis heute zahlreiche Siege ein. Regale voller Pokale künden vom Erfolg des Assisi-Schülers aus Langewiesen.
„Mich fasziniert alles, was schnell fährt“, bekennt der heute 15-Jährige. Nach acht Jahren Kart wechselt er jetzt in den Formelsport. Drei Jahre verbrachte er im Team von DTM-Champion Timo Scheider und absolviert nun ein Vorbereitungsjahr bei Motopark Oschersleben.
AA-Redakteurin Jana Scheiding bat Timo Scheider um eine kurze Einschätzung und fragte nach Lukas Chancen.

Herr Scheider, wie kommen Sie als erfolgreicher Rennfahrer zur Nachwuchsförderung?

Mir ist der Erfolg nicht in den Schoß gefallen, ich musste hart dafür arbeiten. Das will ich jungen Fahrern vermitteln. In Deutschland verdienen nur etwa 30 bis 40 Rennfahrer ihr Geld mit dem Rennsport. Ich selbst habe mit BMX begonnen, war aber irgendwann der Meinung, dass vier Räder besser sind als zwei und stieg aufs Kart um. Seit 1997 bin ich Profi – ein langer Weg mit Höhen und Tiefen. 2006 kam ich auf die Idee, gemeinsam mit meinem Sponsor Nintendo etwas für den Nachwuchs zu tun. Begonnen haben wir mit
einem kleinen Lkw, heute sind wir 13 Fahrer von 8 bis 18 Jahren mit einem großen Lkw.

Was vermitteln Sie den jungen Menschen?

Dass Automobilsport nicht nur bedeutet, schnell im Kreis herumzufahren. Dazu gehört viel mehr. Disziplin, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz zum Beispiel. Aber auch Medienkompetenz und mentale Stärke sind extrem wichtig.

Zu Ihren „Lehrlingen“ gehörte Lukas Wenig aus Thüringen. Hat er Chancen auf die große Karriere im Autorennsport?

Seine Chancen stehen sehr gut. Er kam mit den besten Voraussetzungen in unser Team: positive Eltern, die vom Rennsport selbst begeistert sind, Ehrgeiz und Selbstvertrauen. Lukas ist ein sehr guter Schüler, er hält sich fit und arbeitet sehr gut mit einem Mentaltrainer zusammen.

Welches Resümee ziehen Sie nach drei Jahren Zusammenarbeit?

Lukas hat viele Tests mit sehr guten Leistungen bestanden. Wir denken aber, dass er zu jung ist, um jetzt schon Meisterschaften zu fahren. Deshalb ist das Testjahr in Oschersleben das Richtige für ihn. Auf der von uns geschaffenen soliden Basis muss er nun aufbauen. Das nächste Ziel lautet Formel Masters 2014.
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