Tanzen ist eine Lebensart - sagen Franzi und Melanie vom Tanzzentrum "inTakt" aus Ilmenau

Jedes Jahr eine neue Idee: Hip-Hop steht hoch im Kurs.
 
Der Tanzstil zeigt, was man mit seinem Körper machen kann.
Ilmenau: ... |

Franziska - Familie und Freunde nennen sie Franzi - ist eine quirlige Elfjährige, die gern und viel redet. Deshalb möchte die Ilmenauerin mal Moderatorin werden. Melanie, 16, ist die Ruhigere von beiden und könnte sich eine Laufbahn in einer Behörde wie dem Landesverwaltungsamt vorstellen. So unterschiedlich das Mädchen und die junge Frau sind, eines verbindet sie: die Leidenschaft für's Tanzen. Beide trainieren bei der Dance Company des Tanzzentrums in Ilmenau.

Tanzen ist für sie Lebensart. Franzi ist seit zwei Jahren dabei. "Ich liebe tanzen über alles. Hier kann ich mich frei bewegen. Außerdem macht es gute Laune", sagt sie begeistert.
Melanies erste Tanzschritte liegen zwölf Jahre zurück. "Als meine Eltern mich mit in die Revue nahmen, befürchteten sie, dass ich die 90 Minuten nicht stillsitzen würde", erzählt die Tanzschülerin lachend. "Doch dann saß ich die ganze Zeit wie gebannt auf meinem Stuhl. Nachts konnte ich nicht schlafen. Ich schlich zum Bett meiner Mutter und weckte sie, um ihr zu sagen, dass ich auch tanzen lernen wollte."
Die Revue ist der jährliche Höhepunkt der Dance Company und des Fördervereins namens Cats. Dieses Jahr steht die Show unter dem Motto "Großstadtleben". InTakt-Chefin Petra Kibbel und ihre Co-Trainer bereiten seit Monaten eine Revue vor, die Einblicke in das pulsierende Leben Berlins gestattet. 240 Mitwirkende werden die Themen Szene, Kunst und Kultur, Shoppingmeilen, Mode und Party tänzerisch umsetzen.
Melanie und Franzi gehören zu diesem großen Ensemble: die Jüngere mit ihrer Hip-Hop-Gruppe, die Ältere als Stadtführerin. Darauf sind beide unendlich stolz und bereit, Freizeit und Fleiß in den Tanzsport zu investieren. Franzi trainiert zweimal die Woche, Melanie einmal. "Ich komme aus Königsee und muss eine Dreiviertelstunde zum Tanzzentrum fahren", sagt sie, die zum Ausgleich zuhause vor dem Spiegel übt.

"Wir sind nicht hier, um gebeten zu werden." Melanie, Tanzschülerin


Natürlich gibt es ab und an Durchhänger. Situationen, in denen nichts klappt. "Unsere Trainer fordern dann, dass wir uns zusammenreißen sollen", erzählt Franzi. Andernorts hört man von Tanzschülern, die die Gruppe oder ihren Verein verlassen, weil sie sich ungerecht behandelt fühlen. Die Elfjährige hat dazu ihre eigene Meinung: "Wer deshalb aussteigt, ist für diesen Sport nicht gemacht."
Melanie denkt darüber ganz ähnlich: "Wir sind nicht hier, um gebeten zu werden. Jeder sollte den Ehrgeiz haben, bis an die eigenen Leistungsgrenzen zu gehen. Mich hat das Tanzen viel selbstbewusster gemacht. Es hat mich geprägt. Auch Petra Kibbel hat mich geprägt."
Wie ist das eigentlich mit dem Lampenfieber? "Das klingt erst ab, wenn die Show vorbei ist", sagt Melanie lachend. "Denn auch wenn es im Zuschauerraum dunkel ist, spürt man, ob man das Publikum mitnimmt oder nicht."
Franzi findet es großartig, vor Menschen zu tanzen. "Wenn dann die Familie im Publikum sitzt, ist das eine besondere Motivation."

Termine
Premiere der Revue "Großstadtleben": 10. Mai, 14 und 16.30 Uhr, Festhalle Ilmenau
weitere Vorstellungen: 14. Juni, 14 und 16.30 Uhr, Theater Arnstadt
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