Unter hundert - Ilmtal-Uhus wünschen sich Verstärkung

Ilmenau: ... | Als Herbert Wirth vor einigen Jahren zu den Ilmtal-Uhus stieß, hatte er von Volleyball sehr wenig, von Basketball hingegen sehr viel Ahnung. Und so spielte er die erste Zeit nach den Regeln, die er sehr gut kannte, die aber leider nicht zur neuen Spielart passten. Sabine Schwarz muss jetzt noch schmunzeln, wenn sie daran denkt. Heute sind die Ilmtal-Uhus ein eingeschworenes Team von fünfzehn Spielern (davon vier Frauen), von denen jeder seine Position genau kennt. Vor kurzem feierte der Verein sein zehnjähriges Bestehen. Gegründet hat ihn 2001 der Manebacher Sportlehrer Eugen Schulz, der es schade fand, dass die im gleichen Jahr fertig gestellte Sporthalle relativ gering ausgelastet war.
Die Ilmtal-Uhus – zum großen Teil ehemalige Lehrer - sind schon etwas Besonderes, wenn man bedenkt, dass die sechs Stammspieler über 70 sind und zusammen 440 Jahre aufs Parkett bringen (über tausend Jahre die gesamte Mannschaft). So erklärt sich auch der Name: Uhu steht bekanntlich für die Abkürzung „unter hundert (Jahre)“
Wer bei den Uhus mitmischen will, darf nicht jünger als 50 Jahre alt sein, am besten älter. „Sonst wäre das Leistungsgefälle zu stark“, erklärt Sabine Schwarz. Blutige Anfänger sind ungeeignet – Spielerfahrung sollten die Bewerber schon mitbringen.
Jede Woche, meistens montags und donnerstags, wird vormittags zwei Stunden lang trainiert, wobei Acky Bartsch als Trainer das Sagen hat. Ihm zur Seite steht Teamchef Jochen Pietsch. Kondition und Technik sind wichtige Komponenten beim Volleyball, einem Sport, der bis ins hohe Alter betrieben werden kann und viele Muskelgruppen beansprucht.
„Für den erfolgreichen Spielverlauf unentbehrlich ist das so genannte Dreierspiel: Annahme, Zuspiel, Angriff“, ergänzt Sabine Schwarz, die auf dem Feld eine tadellose Figur macht.
Nach wie vor nehmen die Uhus an Turnieren teil, oft sind sie Gäste des befreundeten Vereins „Gloriosa“ aus Erfurt.
Die nächste sportliche Begegnung steht schon bevor. Trainiert wird jetzt für das Anfang Dezember stattfindende Nikolausturnier in Erfurt, bei dem mindestens acht Mannschaften gegeneinander antreten werden. Sabine Schwarz: „Schlechter als der dritte Platz waren wir eigentlich nie. Aber unser größter Erfolg war Platz 1.“
Volleyball spielen die Uhus aber nicht nur für die Erfolgsquote. Auch der Spaß hat im Verein einen Stellenwert. „Wichtig ist uns natürlich auch, dass wir fit bleiben“, erklärt Schwarz, die auf dem Feld nichts so schnell außer Puste bringt.
Die Mitglieder stammen zumeist aus dem alten Landkreis Ilmenau: Gehren, Langewiesen, Manebach und Ilmenau selbst. Wer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. Sehr gern gesehen sind weibliche Spielerinnen, die die Frauenquote im Verein anheben.
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4 Kommentare
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Hans-Gerd Born aus Erfurt | 14.10.2011 | 23:17  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 16.10.2011 | 13:57  
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Hans-Gerd Born aus Erfurt | 16.10.2011 | 22:22  
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Sabine Schwarz aus Ilmenau | 18.10.2011 | 14:43  
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