Fair und nachhaltig beschaffen! Neues Projekt in Thüringen gestartet

Wie hoch ist der Anteil fair und nachhaltig hergestellter Produkte, die von öffentlichen Auftraggebern beschafft werden? Bei einem jährlichen Einkaufsvolumen von Bund, Ländern und Kommunen von insgesamt geschätzten 480 Mrd. Euro leider noch erschreckend gering!

Genau da setzt das Projekt „Thüringer Beschaffungsallianz – fair und nachhaltig“ an, das in diesem Monat unter Trägerschaft des Vereins „Zukunftsfähiges Thüringen“ begonnen hat.
Die öffentlichen Beschaffer haben durch ihre Marktmacht und Vorbildfunktion eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung fairer und nachhaltiger Beschaffungskriterien und können so wesentliche Impulse für eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung auslösen.
Mit dem Projektziel, den Kenntnisstand und das Bewusstsein zur fairen und nachhaltigen Beschaffung auf Leitungs- und Handlungsebene zu verbessern, soll der Anteil dieser Produkte in der öffentlichen und auch privaten Beschaffung in Thüringen deutlich erhöht werden.

„Wir setzen dabei auf Bestehendem auf, informieren, sensibilisieren und beraten die Akteure vor allem auf Beschaffungsseite, geben praktische Handlungsempfehlungen, vernetzen und wollen sie darüber hinaus auch mit der Bieterseite, den Unternehmen, in Dialog bringen.“, sagte Projektleiter Dietrich Wohlfarth mit Blick auf den Arbeitskreis „Faire und nachhaltige Beschaffung in Thüringen“, in dem er sich seit 2012 mit Vertretern aus Kommunen, Ministerien und Landesbehörden, Institutionen und der Zivilgesellschaft für faire und nachhaltige Beschaffung einsetzt. Für das Projekt fungiert der Arbeitskreis als Steuerungsorgan. So können die Erfahrungen der bisherigen Akteure genutzt und die Ergebnisse Allen sofort praxisnah zur Verfügung gestellt werden.

Ein spannendes Projekt mit viel Potential für eine effektive und förderliche Nachnutzung in allen Thüringer Kommunen, Behörden und Institutionen, die sich zu fairer und nachhaltiger Beschaffung entschieden haben oder auch im Kontext der Weiterentwicklung der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie noch entscheiden werden.
Öffentlichkeitsarbeit und aktiver Austausch von Wissen und Erfahrungen auf Bundesebene sowie zwischen den Beteiligten sind daher wesentliche Projektbestandteile. Diesbezügliches Highlight wird der 4. Fachtag „Faire und nachhaltige Beschaffung in Thüringen“ sein, der in diesem Jahr in Nordhausen am 26. Oktober stattfinden wird. In naher Zukunft werden darüber hinaus alle Informationen zum Projekt, Termine, Materialien, Links sowie gute Beispiele über die Plattform www.nachhaltige-beschaffung-thueringen.de zu finden sein.

Mit dem von der Engagement Global gGmbH, einem Tochterunternehmen des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, gefördertem Projekt, wird die inhaltliche Ausrichtung und Aufstellung des Trägervereins „Zukunftsfähiges Thüringen“, als zentraler Akteur in Thüringen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung, bestärkt. Der Verein, der seinen Ursprung in der IG Stadtökologie Arnstadt hat, setzt sich thüringenweit für die Umsetzung der Ziele einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21 ein und ist Träger des vom Land Thüringen geförderten Nachhaltigkeitszentrums Thüringen (NHZ).

Weitere Interessenten an einer aktiven Mitarbeit im offenen Arbeitskreis aus Kommunen, Behörden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sind herzlich willkommen und können sich gern an unseren Projektmitarbeiter, Herrn König, unter Tel. 03628 9295231 bzw. E-Mail: knut.koenig@zukunftsfaehiges-thueringen.de wenden.

Bild: Dietrich Wohlfarth (Projektleiter) und Knut König (Mitarbeiter) im Projektbüro des Vereins „Zukunftsfähiges Thüringen“ in Arnstadt
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