Hoffnung auf Frauen - Junges Kampfsportzentrum will mehr Bewegungsbegeisterte gewinnen

Mit Händen und Füßen - und gelächelt wird hier nur fürs Foto: Laura Westhäuser (14) trainiert mit einem Vereinskameraden unter der Anleitung von Trainer Torsten Wolf.
Laura Westhäuser ist ein sympathisches Mädchen, das gern lacht. Aber sobald sie auf der Matte ihrem Kontrahenten gegenübersteht, wird ihr Blick stählern, die Muskulatur spannt sich.

Seit sieben Jahren lässt sich die 14-Jährige in Ki Tai Jutsu ausbilden. Die Sportart stammt aus Deutschland, doch weil Großmeister Winfried Anders aus Baden Württemberg 6. Dan im Taek wan do und Jiu Jitsu ist, trägt der Sport einen koreanischen Namen. "Ki Tai Jutsu kann man nicht schlechthin als Kampfsport bezeichnen", erklärt Trainer Torsten Wolf vom Kampfsportzentrum Ilmpower Ilmenau-Langewiesen. "Es handelt sich auch um keinen Wettkampfsport, sondern um reine Selbstverteidigung". Respekt vor sich selbst und anderen, so lautet die mentale Botschaft. "Schüler, die Sport treiben, sind selbstbewusster", sind Wolf und Trainerkollege Maik Lips sich einig. "Sie sind konzentrierter und haben mehr Disziplin."

Wie dem auch sei, Laura war vom ersten Augenblick an begeistert und brachte gleich ihren um zwei jüngeren Bruder Nils zum Training mit. Eigentlich wollten die Kinder ihrer Mutter damals bloß einen Gefallen tun, als diese den Flyer aus dem Briefkasten fischte und ihren Sprösslingen auftrug, "geht dort mal hin!" Sportlich sind im Vier-Generationen-Haushalt alle. Im Sommerurlaub gehts zum Schwimmen, auf Segelturn und auf die Surfbretter. Im Winter werden die Abfahrtsski angeschnallt. "Gegen Langlauf haben wir Kinder uns bisher erfolgreich gewehrt", lacht Laura, die sich außerdem für Kunst und spanische Musik interessiert. Laut Torsten Wolf habe Laura in jüngster Zeit einen Quantensprung vollführt. "Zur Bundesprüfung in Hannover war sie letztens jedenfalls das beste Mädchen", ist der Trainer stolz.

Leider seien die Hallenzeiten des Goethegymnasiums 2 für den erst im November vergangenen Jahres gegründeten Verein äußerst knapp bemessen, sonst würde es wahrscheinlich längst eine Frauenmannschaft geben. Jeweils mittwochs von 15.30 bis 17 Uhr darf die Jugend trainieren. Erwachsene haben die Halle dienstags von 20 bis 22 Uhr für sich und die zweite Kindermannschaft beansprucht von 17 bis 18 Uhr die Turnhalle in Langewiesen. Interessierte sind gern gesehen und willkommen. Was die Damenmannschaft betrifft, so hat Torsten Wolf die Hoffnung noch lange nicht aufgegeben.
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