Mit Bifteki zu mehr Toleranz

Integration geht unter anderem durch den Magen. Das wissen die Besucher der Talisa-Beratungsstelle nicht erst seit Projekteröffnung. (Foto: Dietmar Mansfeld)
Arnstadt: ... | von Dietmar Mansfeld

Zur Eröffnung gab es griechische Bifteki, zypriotische Frikadellen, gefüllte Blätterteigpasteten und leckeres Tiramisu. Das unnachahmliche Frühstücksbuffets des ehrenamtlichen Kochs Peris Prokopio war ein guter Auftakt für das neue Integrations-Projekt der Talisa-Beratungsstelle, das kürzlich aus der Taufe gehoben wurde. Talisa steht für den Verein Thüringer Arbeitsloseninitiative – Soziale Arbeit, der sich seit Jahren um Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen kümmert. In der Beratungsstelle An der Weiße 19 liegt ein Schwerpunkt dabei auf Menschen mit Migrationshintergrund vor allem aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Nach dem Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ wird jetzt das neue Programm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ vor Ort umgesetzt.
Dabei wissen die Mitarbeiterinnen um Leiterin Angelika Lüdecke „Integration geht nur in kleinen Schritten“, und werden dabei von Ursula Günther, Gleichstellungs- Frauen-und Ausländerbeauftragte im Landratsamt des Ilm-Kreises unterstützt. „Dafür sind solche kleinen Projekte wie hier von der Talisa viel wirkungsvoller als große Aktionen“, so Erich Rindermann vom Jugendamt.
„Es geht uns vor allem darum, Hilfe zur Selbsthilfe zu organisieren und das Selbstvertrauen der neuen Bürger zu stärken. „Interkulturelles Projekt für Erwachsene“ nennt Angelika Lüdecke ihre permanenten Gesprächsrunden zu den verschiedensten Themen.
Dabei verschwieg Lüdecke zur Projekteröffnung auch Probleme nicht. Besonders junge Leute mit Migrationshintergrund mussten zuweilen lernen, Konflikte ohne Gewalt auszutragen. Auch die unterschiedliche Stellung der Frau in den verschiedenen Kulturen erfordert ein sehr differenziertes Herangehen an die Probleme. Die gemeinsame Arbeit in der Beratungsstelle reicht von der Zusammenarbeit mit der Schuldnerberatung, von der Stärkung der sozialen Kompetenz bis zur Orientierungshilfe in Rechtsfragen des Alltags und der Arbeitswelt. Nicht nur Ilona Simon, die seit zehn Jahren die Beratungsstelle aufsucht und sich über das Miteinander dabei freut, erklärte am Ende: „Es macht unheimlich Spaß, hier mitzuarbeiten.“
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