700 Jahre Langenroda

Vom Waldrand grüßt die Schrift "700 JAHRE LANGENRODA" alle Gäste
Langenroda lud zum Höfefest ein und viele, viele kamen am 2. 9. 2012.
Das 700-jährige Bestehen ihrer Gemeinde hatten die Einwohner des Straßendorfes Langenroda gut vorbereitet. Auf 1000 Gäste hatten sie gehofft. Also ließen sie 1000 Ansichtskarten drucken, richteten weitab auf einer großen Wiese den Autoparkplatz und am Ortsrand den Fahrradparkplatz ein. Zwischen Parkplatz und feiernder Gemeinde gab es Shuttle-Verkehr. Ein Traktor mit Hänger, eine Kutsche und ein Feuerwehrauto brachten viele erwartungsvolle Gäste in den Ort. Viele liefen wie wir auch. Alle waren mit einem Dorf- und Höfeplan ausgerüstet, aus dem sie ersehen konnten, was sie in den 30 offenen Höfen erwartete. Einen Euro für den Parkplatz, den Lage- bzw. Veranstaltungsplan, den Shuttle-Betrieb und eine Ansichtskarte pro Person, das zahlten wir gern. Um 14 Uhr war der Parkplatz fast voll, die Ansichtskarten restlos ausgegeben.
Die Mühe der Einwohner wurde belohnt. Bei herrlichem Sommerwetter waren sehr viele der Einladung gefolgt. Alle staunten erfreut über das riesige Freiluftmuseum, ergingen sich im dörflichen Leben des vergangenen Jahrhunderts, zwischen alten Maschinen und Gerätschaften, im Streichelzoo, in der Kräuterei und Imkerei, erlebten Federnschleißen und historischen Waschtag. Die Gäste bewunderten die Trophäenschau der Jäger, die Bierflaschensammlung, die Zuchtergebnisse der Tauben- und Kaninchenzüchter, die Fotoausstellung in der St.-Georgs-Kirche, viele kleine Fotoausstellungen, historisches Spielzeug sowie Schulmaterial. Wir erlebten Einblicke in die Holzwirtschaft und Holzbearbeitungstechniken, in den Tabakanbau, die Arbeit der Feuerwehr, die historische Wasserversorgung, besichtigten Backöfen und Ziehbrunnen.
Schön war es, wie die Kinder ins Festgeschehen einbezogen wurden. Sie konnten malen, basteln, formen, Mohn u.a. mahlen, Sträuße binden, Tiere streicheln, raten, erlebten einen Zauberer und vieles mehr.
Zu kaufen gab es Obst und Gemüse, Kunstgewerbe sowie Bücher. Bestimmen lassen konnte man seine Apfelsorten. Zur Mittags- und Kaffeezeit glich die Straße einer langen Festtafel. Die Tafelsänger boten Instrumentalstücke und Gesang, der Zauberer seine Kunststücke. Vor der Heimfahrt konnte man sich noch einmal mit Gegrilltem stärken.
Das Schönste und Wertvollste bei diesem Höfefest waren die zahlreichen Gespräche, angeregt durch Ausstellungsstücke, Vorführungen und Begegnungen. Da wurden Erinnerungen wach gerufen, Bekanntschaften erneuert, Freundschaften gepflegt. Der 250-Seelen-Ort bereitete sich und seinen Gästen ein großes Fest, an das sich alle gern und lang erinnern werden.
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Renate Jung aus Erfurt | 03.09.2012 | 10:47  
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