Aussortierte Utensilien

Servietten für Ostern 2012
Erbe als Last
In unserem Einfamilienhaus wohnten einst zwei Erwachse und zwei Kinder, einige Jahre sogar vier Erwachsene und ein Kind. Wenn unsere Geraer mit ihren drei Jungen zu Besuch kamen, war genügend Platz. Jetzt haben wir zwei Alten Luxuswohnverhältnisse. Als wir nach Wiehe zogen, hatte ich Ausbauträume, besser Spinnereien genannt. Ich konnte mir unseren Schuppen als Spiel- und Schlafplatz für die Enkel vorstellen. Ich spielte mit dem Gedanken, ihn in ein Privatmuseum zu verwandeln. Aus Material-, Zeit- und Kraftmangel wurde daraus nichts. Altes wurde dem Neuen vermählt. Es entstand ein eigener Charme, unser Heim voller Erinnerungsstücke und -geschichten. Wir wohnen nicht in einem Museum, sondern nützen Altes als liebgewordenes Erbe nach dem Motto: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen. Was man nicht nützt, ist eine schwere Last.“
Bis jetzt sind alle Prophezeiungen, meine Augen betreffend, in Erfüllung gegangen. Da ich nicht heute oder morgen sterben will, muss ich mich von aller für mich unbrauchbaren Last trennen, auch wenn das sehr schwer fällt und ich mir einrede, der Zeitpunkt sei noch nicht gekommen. Aber Tammsaare, der estnische Schriftsteller (eigentl. Anton Hansen, 1878- 1940) hat Recht, wenn er sagt: „Der Mensch ist niemals alt und klug genug, um die Zeit richtig einzuschätzen.“
Hanne sei weise! „Der Weise rechnet stets mit allen Möglichkeiten.“ (Molière in „Die gelehrten Frauen“) und „Die wahre Weisheit zeigt sich in der Nüchternheit.“ (Molière in „Der Menschenfeind“)
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2 Kommentare
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Petra Seidel aus Weimar | 27.10.2011 | 19:18  
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Renate Jung aus Erfurt | 27.10.2011 | 23:03  
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