Ein technisches Denkmal

Wann? 05.10.2011 14:00 Uhr

Wo? Denkmal Zuckerfabrik, Esperstedter Straße 9, 06578 Oldisleben DE
Oldisleben: Denkmal Zuckerfabrik | Senioren in der Zuckerfabrik Oldisleben
Am Mittwoch, dem 5. 10. 2011, um 14 Uhr trafen sich 26 Senioren der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Oldisleben auf dem Parkplatz vor der Zuckerfabrik zur monatlichen Veranstaltung, einer Besichtigung des Industriedenkmals. Größe und Schönheit des Hauptgebäudes der ehemaligen Fabrik beeindruckten uns. Vom hellen Sandstein, typisch für unsere Gegend, heben sich die rötlichen Fensterumrahmungen und die großen Fenster deutlich ab.
Der Direktor des begehbaren technischen Denkmals führte uns vorbei an Büroräumen in einen großen Aufenthaltsraum, öffnete an dessen Schmalseite einen Wandschrank, stellte den Fernseher, noch ein teures DDR-Fabrikat, an und führte uns den Film „Die letzte Kampagne“ vor. Dieser Streifen war auf Veranlassung von Herrn Karl Nowitzki(* 9. 7. 1921), dem Direktor der Oldislebener Zuckerfabrik bis zu deren Schließung am 30. 6. 1991, gedreht worden. Er war für unser Verständnis vom Prozess der Weißzuckerherstellung und von der geschichtlichen Bedeutung der Zuckerfabrik Oldisleben eine große Hilfe und wird es für alle Besucher des Industrie-Denkmals sein.
Die völlig veraltete Zuckerfabrik (gegründet 1872) wurde dank des Engagements der Belegschaft unter der Leitung der Herren Nowitzki und Heinicke bis nach der Wende betrieben. Die letzte Kampagne endete am 18. 12. 1991 mit einer durchschnittlichen Tagesleistung von 616 t. Das entsprach 102,67% Planerfüllung. Hergestellt wurden 6.639 t Weißzucker, bei einer Zuckerausbeute von 12,17 kg /dt Rüben.
Nach der Schließung 1991 wurde die Zuckerfabrik Oldisleben durch die Eigentümerin, die Südzucker AG, Mannheim, in ein begehbares technisches Denkmal verwandelt und wird von dem Unternehmen saniert, gepflegt und als Industriedenkmal betrieben. Rund 2 Millionen Euro flossen bisher in den Betrieb. ( Gelder der AG und des Amtes für Denkmalpflege) Nach Anmeldung unter 034673/91206 kann das einzigartige Industrieensemble mit seiner wertvollen technischen Ausrüstung besichtigt werden.
Den Besucher erwarten 6 Dampfmaschinen, die zwischen 1882 und 1932 gebaut wurden, eine Rübenwaage, eine Diffussionsbatterie, ein Belgischer Kalkofen mit Bassarballast-Aufzug, Maischen mit riemenbetriebenem Rührwerk, alte Kristallisatoren und vieles mehr.
Wir Senioren glaubten, über Zuckergewinnung Bescheid zu wissen, gab es doch in unserer Gegend etliche Zuckerfabriken, z. B. in Artern und Roßleben. Aber die vortreffliche Führung durch den Direktor ließ uns schlauer werden.
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4 Kommentare
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Dieter Eckold aus Zeulenroda-Triebes | 07.10.2011 | 21:23  
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Hans-Gerd Born aus Erfurt | 08.10.2011 | 11:50  
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Hannelore Grünler aus Artern | 08.10.2011 | 21:06  
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Hans-Gerd Born aus Erfurt | 08.10.2011 | 22:02  
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