Er holte die Prärie nach Wiehe

Hans-Joachim Gottschalk zaubert blühende Landschaften und malerische Kulissen in der Modellbahn Wiehe. Mit wenigen Farbtupfern gibt er der Präriekulisse den letzten Schliff. Er beherrscht perfekt die Kunst, Landschaften in ihrer Tiefe darzustellen.
Wiehe: Modellbahn - Ausstellungbahn | Hans-Joachim Gottschalk gibt Kulissen in der Modellbahnausstellung ihr Gesicht

WIEHE. Einfach mal schnell von Thüringen nach Amerika wandern und dabei einen Abstecher zu den Osterinseln und der Chinesisches Mauer machen? Möglich ist das ungewöhnliche Abenteuer in der Modellbahn Wiehe. Auf 12000 Quadratmetern erleben die Besucher hier täglich Kultur mit Pfiff. Denn sie können sich nicht nur an den Mini-Zügen und deren faszinierenden Details sattsehen, sondern gleichzeitig auf einer Weltreise en miniature viel Wissenswertes über Land und Leute erfahren.

Erst vor wenigen Wochen zogen 5000 „Einwohner“ in die Modellbahnstadt: Hans-Joachim Gottschalk gab dem Leben der nordamerikanischen Indianer und ihrem Kampf gegen die weißen Eroberer in 22 Dioramen und einer riesigen Gebirgslandschaft eine authentische Kulisse. Doch wer ist der Mann, der vor elf Jahren als Techniker hier begann und heute ganze Schlachten in das perfekte Umfeld einbettet? „Eigentlich bin ich Schlosser von Beruf. Doch ich habe schon immer geschnitzt, gedrechselt und gemalt“, sagt der 62-jährige Sangerhäuser. Das Malen wurde zur Leidenschaft. Keine Landschaft ist vor seinem Pinsel sicher. Von Urlaub bis Heimat bannt er alles Interessante in Öl auf Leinwand. Von ihr wechselte er auf die Wände der Modellbahnanlage, gestaltet sie farblich, verziert sie mit Bildern. Doch es gibt noch eine Steigerung: Er repariert nicht nur defekte Bahnen, sondern begrünt das Umfeld um die Gleise, bepflanzte die hölzernen Unterkonstruktionen, lässt komplette Landschaften entstehen. So auch die Prärie Nordamerikas, die durch ihre Tiefenwirkung als 3-D-Illusion beeindruckt. Von Weitem ist für den Betrachter nicht erkennbar, wo der Boden aufhört und die Wand beginnt. Die größte Herausforderung war für den Autodidakten jedoch die Gestaltung der Ausgrabungsstätte der Terracotta-Armee, die durch 780 Krieger und die 8 x 2 Meter lange Chinesische Mauer dargestellt wird. Woher er seine Ideen für die Kulissen-Motive nimmt? „Aus Filmen, Büchern, Gesprächen und von Postkarten“, verrät der Mann, der gerade in den Urlaub gestartet ist. Nicht nach Nordamerika, sondern in die Berge. Nach Österreich.

Infos: www.modellbahn-wiehe.de
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