Hochwertige Holzkunst im Ziegelrodaer Forst

UNESCO-Projektschüler besuchen den Skulpturenmacher Sebastian Seifert

Präambel: Unsere „Stärken vor Ort“ kennen lernen – Hochwertige Forstnutzung durch Kunstwerkgestaltung aus Eichenstarkholz - ein Artikel von Jürgen König

Im Rahmen einer Exkursion der Klasse 7a aus der UNESCO-Projektschule Roßleben mit Klassenleiterin Frau Goldschmidt, besuchten die SchülerInnen in der vergangenen Woche den Meister der Holzgestaltung, Herrn Sebastian Seifert in seinem Freiland-Atelier im Ziegelrodaer Forst. Mit begeisternden Worten und Skulpturen fesselte Herr Seifert das Interesse der Schüler an die Potentiale und Möglichkeiten, die aus Stammholz und Motorsägenkraft durch geübte Hand entstehen können. Während manche Sägewerke Probleme bei der Verarbeitung von Eichenstarkholz (Durchmesser, Krummschaftigkeit, Starkäste, etc.) haben, sucht der Künstler sogar solche Stammqualitäten, um daraus hochwertige Skulpturen zu machen – Wertschöpfung aus schwer vermarktbaren Altbäumen! Die Aufmerksamkeit und Fragen der SchülerInnen dokumentieren, wie es Herrn Seifert gelingt mit Passion und Beharrlichkeit sein Lebenswerk zu schaffen. Begonnen hat seine Laufbahn mit dem Interesse am Forst. Schon durch seinen Vater wurde er früh an den Naturstoff Holz herangeführt und lernte mit den Kräften der Motorsäge und den nicht immer einfach behandelbaren Eigenschaften unserer Waldriesen umzugehen. Im Ergebnis gehört er nun zu den weltweit führenden Kettensägen-Gestaltern, was mehrfache Prämierungen dokumentieren. Die Pflege der gute Kontakte zu den Kollegen im In- und Ausland (z.B. zu Herrn Krüger in Garnbach – Naturschutzgroßprojekt „Hohe Schrecke“ ist typisch für die grüne Zunft, so Seifert. Mit schonender Auswahl und Entnahme geeigneter Bäume im stehenden Bestand können auch im Naturschutzbereich unsere „Stärken vor Ort“ hochwertig und pfleglich genutzt werden und dem ortsansässigen Gewerbe dienen.
Mit tiefen Eindrücken von Motorsägenklängen, von ausdrucksstarken Skulpturen aus schweren und leichten Hölzern, von Holzeigenschaften und Holzgeruch setzten die Exkursionsteilnehmer ihre Wanderung durch den Ziegelrodaer Forst in Richtung Reiterhof Rossmann Heygendorf fort, wo unter der Leitung von Reitlehrerin Annemarie Stoye aus Donndorf, schon „Pferde-Stärken vor Ort“ auf die mutigen JungreiterInnen der 7a warteten. Auch dort konnten Erfahrungen ausgetauscht werden. Ein neuer Bürger des Kyffhäuserkreises, geboren in Sachsen mit derzeitiger Arbeitsstelle in Artern, meinte: .. zwar wären Land und Geschichte hier recht interessant, doch fehlen Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Diese jedoch erkennen zu können – nicht zuletzt in den Gesichtern begeisterter Jugendlicher ist ein wichtiges Ziel bei der Weiterentwicklung unseres Landes. Motivation und der Umgang mit Kräften sind geeignete Mittel, unserer Jugend Entwicklungsmöglichkeiten für Land und Leute zu zeigen.

Gespannt und hochinteressiert erleben die Schüler der 7a mit, wie vor ihren Augen binnen Minuten neben einer fast fertigen Skulptur (Auftragswerk zum ehemaligen Grenzstreifen) der Holzmichel aus einem Stück Eichenstammholz entsteht, Foto: König
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