Impulse aus der Hohen Schrecke

Beitrag zum gegenwärtigen Stand im Naturschutzgroßprojekt „Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft“

Ort/Region: Hohe Schrecke – Beichlinger Schmücke

Präambel: Die Projektarbeiten in der Hohen Schrecke zeigen in Naturschutz und Regionalentwicklung positive Ergebnisse – Holznutzung auch weiterhin geplant – nachhaltige Energien aus Holz und hochwertige Regenbogenholz-Furniere als Markenzeichen der Region – Entwicklung der regionalen Attraktivität - Beitrag von Dr. J. König

Die weitestgehend unberührten Buchen-Eichen-Mischwälder mit zum Teil urwaldartiger Baumstruktur waren es, die der Projektinitiative des Vereins „Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft“ eine Förderung in Millionenhöhe beim Bundeswettbewerb „Chance-Natur“ ermöglichten. Darin enthalten sind sowohl naturschutzfachliche Maßnahmen, wie auch Projekte der Regional- und Wegenetzentwicklung. Am 7. Juni tagten Verein und Projektbeirat im Schloss Beichlingen, um über Projektideen der Regionalentwicklung zu beschließen. Neben dem Naturschutz soll Holz weiterhin genutzt werden. Sowohl die energetische Nutzung des Hohe-Schrecke-Holzes ist angedacht, wie auch die Erzeugung hochwertiger Regenbogenholzfurniere vor Ort, die durch spezielle Färbetechniken entstehen und als ILEK-Projekt eine originelle Produktmarkemarke mit Wiedererkennungswert für die Region werden könnten.
Dem Projektgebiet der Hohen Schrecke soll auch die Beichlinger Schmücke angegliedert werden. Damit werden nicht nur wertvolle Südlagen geschützt, sondern auch frühgeschichtliche Burganlagen bei Beichlingen. In enger Zusammenarbeit mit dem Förderverein Schloss Beichlingen soll die Besucherattraktivität der Beichlinger Schmücke für den sanften Tourismus der Region weiter entwickelt werden, so Frau Albrecht von der Geschäftsleitung. Ausbaufähige Ansatzpunkte gäbe es hier genug zumal wir 2014 zum 1000-jährigen Jubiläum unseren Gästen die regionalen Besonderheiten geeignet präsentieren wollen. Dabei sollten die Burganlagen der Wendenburg und Monraburg in unmittelbarer Nähe von Schloss Beichlingen aus der späten Jungsteinzeit, so Lothar Bechler, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Beichlingen. Unterstützung findet der Ausbau themengestützter Wege auch bei der Landtagsabgeordneten und Bürgermeisterin von Donndorf, Gudrun Holbe. Denn die Region im Mitteldeutschen Trockengebiet ist hochinteressant, auch siedlungsgeschichtlich und geologisch.
Nicht nur die gegenwärtig aktiven Forscher sind von den Baumriesen und Urwaldreliktarten, wie dem Kurzschröter, einer relativ kleinen Hirschkäferart, begeistert – auch Schwarzspechte, Wildkatze und Uhu sind erlebbar, selbst der Schwarzstorch. Die während der Kartierungsarbeiten wurden fast 300-jährige Buchenriesen, sozusagen die Methusalems der Wälder, hier am Nordrand des Thüringer Beckens nachgewiesenen. Genau der richtige Ort also für Natur- und Heimatfreunde, die Naturschönheit und Vielfalt an Tieren und Pflanzen der stillen Buchenwäldern genießen möchten. Hier sind noch weitestgehend menschlich unbeeinflusste Naturseltenheiten zu erleben. In einer Arbeitsgruppe Jagd, als Gremium für alle Jagdinteressierten, sollen mittelfristige Strategien entwickelt werden, wie Wildschäden reduziert und der Wildbestand (insbesondere an Rotwild, Rehwild, Schwarzwild) als Naturgut im Naturschutzgebiet reguliert werden kann. Gegenwärtig wird ein Wegekonzept für das Projektgebiet erarbeitet, das sowohl die Ruhezonen gefährdeter Tierarten berücksichtigen, wie andererseits auch zu den Sehenswürdigkeiten der Höhenzüge leiten soll.
Zum diesjährigen Erlebnistag Hohe Schrecke mit Regionalem Bauernmarkt im Gutshof von Bismarck, Braunsroda am 02. Juli von 10.00 – 15.00 Uhr, bei dem nicht nur die Botschafterin der Hohen Schrecke, Christina Rommel wieder zu erleben ist, sondern auch geführte Wanderungen den Naturforschergeist der Besucher wecken werden. Die Hohen Schrecke ist nicht nur für Christina Rommel ein besonderer Ort voller Natur, Inspiration und Abenteuer zugleich, so die Sängerin aus Erfurt. Die Höhenzüge der Hohen Schrecke bergen noch viele, wenig bekannte Orte und sind daher zurecht in der Reihe besonderer Orte Thüringens zu nennen.
Im Rahmen des Naturschutzes und regionalen Entwicklung im Projektgebiet sind aber auch immer wieder Rückschläge zu verzeichnen, insbesondere im Forstwegebau, dazu mehr in der nächsten Ausgabe.

Beitrag von Jürgen König
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