Musikerlebnis in der Weimarhalle

Eintrittskarten für die Weimarhalle
Das Wunder „Konzert“
Nach unserem kleinen Klasssentreffen in Artern war ich, wie nicht anders zu erwarten gewesen war, ermüdet. Die Sachen fürs Konzert hatten wir uns am Morgen bereitgelegt. So konnten wir den versäumten Mittagsschlaf nachholen. Die Programmierung: „Wir schlafen von 16 bis 17 Uhr“, sprachen wir einige Male. Sie klappte. Im Bus zwang ich mich, die Augen zu schließen, um später in vollen Zügen genießen zu können.
Die Weimarhalle ist herrlich, ein großer, moderner Musiktempel mit guter Akustik. Für mich leider ein Greul! Die Größe des Hauses und die Menschenmenge des Publikums verwirrend! Parkett und Täfelung aller Wände verursachen mir Augenschmerzen. Die riesigen Kronleuchter, hellen Scheinwerfer und blitzblanken Spiegel blenden meine armen kranken Augen. Erschwerend kommen hinzu die Treppen vom Parterre zu den Rängen bzw. in den Keller zu den Sanitäranlagen. Immer sind sie von vielen begangen.
Zur Konzerteinführung ergatterten wir Sitzplätze, konnten uns gut auf die Ausführungen zu Ravel und seinen musikalischen Erzählungen und zu Meister Strauß konzentrieren. Aber dann galt es aufzusteigen bis in den Rang. Ich ließ mich führen. Mir wurde sehr warm. Aber Ravels Musik entschädigte mich, so märchenhaft, romantisch, spannend, dramatisch oder verspielt, wie sie war und meisterhaft geboten wurde. Ich fragte mich, ob die Staatskapelle sich nach der Pause noch steigern könne. Sie konnte.
Wie angekündigt, erwarteten uns jetzt 120 Musiker mit ihren Instrumenten, darunter ungewöhnliche nach Aussehen und Klang. Ich bestaunte vier Harfen. Welch ungewohnter Anblick, golden glänzend! Welch zauberhafter Klang! Das Orchester zum vielstimmigen Klangkörper verzaubert, bezauberte uns, seine Zuhörer zu einem scheinbar atemlosen, begeisterten Publikum. Am Schluss kurze Stille, dann tosender, nicht enden wollender Beifall.
Ich wünsche der Staatskapelle Weimar, dass die Aufnahme, die während dieses Konzertes entstand, ein unübertroffenes Meisterwerk geworden ist. Mir wünsche ich noch recht viele Wunder-Erlebnisse-„Konzert“.
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2 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 18.06.2012 | 11:50  
12.763
Renate Jung aus Erfurt | 18.06.2012 | 20:40  
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