Neue Frist für schiefen Turm

Bad Frankenhausen/Kyffhäuser: Oberkirche | Die Stadt Bad Frankenhausen wurde seitens des Landeskirchenamtes über den Beschluss der Landeskirche zur weiteren Verfahrensweise zum schiefen Turm von Bad Frankehausen in Kenntnis gesetzt. „Wir begrüßen das Ansinnen der Landeskirche, der Stadt Bad Frankenhausen erneut Gelegenheit zu geben, über die Zukunft des schiefen Turmes zu beraten und zu entscheiden. Es freut uns, dass die Landeskirche ebenfalls nach Lösungsmöglichkeiten sucht, um den Abriss des Wahrzeichens der Kurstadt Bad Frankenhausen aber auch der gesamten Region abzuwenden“, so der Bürgermeister der Kurstadt Bad Frankenhausen Matthias Strejc.



Im Schreiben des Landeskirchenamtes heißt es: "... Das Landeskirchenamt ist aufgrund des aktuellen Sachstandes nicht bereit, die Kosten für eine Sicherung des Turmes und das Risiko seines Einsturzes weiter zu tragen. Der Stadt Bad Frankenhausen wird angeboten, den Turm gemäß der Vorgaben des Prüfberichtes von Herrn Dr. sc. techn. Trabert vom 21.06.11 auf eigene Kosten (vorläufig) zu sichern. Lässt sich die Stadt hierauf ein und übernimmt zudem das Haftungsrisiko für Schäden Dritter durch herabfallende Teile und Einsturz des Turmes, ist die Kirche als Eigentümerin bereit, der Stadt Bad Frankenhausen eine weitere Fristverlängerung zur Rettung des Turmes und Sammlung von Spendengeldern bis Ende des Jahres einzuräumen. (...) Des Weiteren wird die Stadt gebeten bis 31.12.11 den Turm in ihr Eigentum zu übernehmen."



Der Beschluss wurde auf Grundlage des Prüfberichtes des Herrn Dr. Trabert zum Rettungskonzept der Firma Stump erstellt. „Es freut uns ebenfalls, dass die zuständige Bauaufsicht des Landkreises einer weiteren Fristverlängerung zugestimmt hat, wenn in diesem Jahr bestimmte Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden“, so der Bürgermeister. Ende Juni 2011 wurde der Prüfbericht des Prüfstatikers Herrn Dr. Trabert im Landratsamt des Kyffhäuserkreises unter Teilnahme der Landeskirche vorgestellt und diskutiert.
Die Stadtverwaltung der Kurstadt Bad Frankenhausen wird nun intensiv nach Lösungsmöglichkeiten suchen, um den Beschluss der Landeskirche gerecht zu werden. Allerdings bedarf es für eine entsprechende Entscheidung weiteren Klärungsbedarf. So hat die Stadtverwaltung zum Beispiel die Baufirma Stump gebeten, die zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen, die im Prüfbericht des Herrn Dr. Trabert genannt sind, zu kalkulieren. „Die Ertüchtigung des Mauerwerkes an einer Stelle, die Erneuerung eines Ringankers sowie die Hohlraumverfüllung war bisher nicht im Rettungskonzept kalkuliert wurden, sodass wir hierzu erst konkrete Zahlen benötigen, bevor wir Entscheidungen treffen können“, so der Bürgermeister Matthias Strejc.

Ebenso will die Stadt verschiedene Optionen des eventuellen Eigentümerwechsels prüfen. Auch diese Klärung nimmt einige Zeit in Anspruch. Und zum anderen ist für einen eventuellen Eigentumswechsel ein Stadtratsbeschluss notwendig. Die nächste Sitzung mit den entsprechenden vorberatenden Ausschüssen findet am 1. September 2011 statt.
Bis dorthin hat die Stadt die Landeskirche um eine Fristverlängerung bis zum 1. September 2011 gebeten. "Bis dahin haben wir die entsprechenden Kosten auf dem Tisch, werden mit dem Landesverwaltungsamt sprechen, ob aus den noch vorhandenen Mitteln die Sicherungsarbeiten beglichen werden können und werden einen entsprechenden Beschluss zum Eigentumswechsel dem Stadtrat am 1. September 2011 vorlegen und vorab die Gremien intensiv in den Entscheidungsprozess mit einbinden“, so Matthias Strejc.

Quelle: Stadtverwaltung Bad Frankenhausen
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