Reaktion auf Absage zur Förderung des schiefen Turmes

Begründung der Absage des Bauministers zur Förderung des schiefen Turmes ist beschämend

Am heutigen Vormittag hat der Thüringer Bauminister in einer Pressemitteilung erklärt, dass der Freistaat Thüringen sich nicht an der Förderung der Mehrkosten des höchsten schiefsten Turmes der Welt beteiligen wird.

Über die Art und Weise der Begründung ist die Stadt Bad Frankenhausen bestürzt.

„Es ist für mich beschämend, mit welchen Argumenten und Begründungen Minister Carius die Förderung ablehnte. Der Minister zeigt keine Courage, der Öffentlichkeit zu erklären, dass das Thüringer Bauministerium den schiefen Turm nicht fördern will oder aus finanziellen Gründen nicht fördern kann. Sich heute hinzustellen und zu verkünden dass das vorliegende Rettungskonzept“ nicht nahhaltig wäre, ist ein Witz und spottet jeglicher Realität. Es liegt seit Monaten ein geprüftes Rettungskonzept vor. Dieses ist laut Aussage des zuständigen unabhängigen Prüfstatikers umsetzbar und rettet den Turm robust und dauerhaft. Kurios ist, dass mit dem Prüfstatiker das Ministerium überhaupt nicht gesprochen hat und auch die versprochene Expertenrunde nie einberufen wurde.
Zum anderen unterstellt das Bauministerium, es gibt kein aussagefähiges touristisches Konzept. Das stimmt auch nicht und negiert die Stadt Bad Frankenhausen. Das nun der Kommune wieder der „Schwarze Peter“ zugeschoben wird, ist ungeheuerlich und lässt jegliche Glaubwürdigkeit des Herrn Minister schwinden. Als Politiker muss ich auch den Mut und die Courage haben, Dinge ehrlich zu äußern und nicht anderen wieder die Schuld zuzuschieben. Alles im allen haben wir schon lange gespürt, dass das Bauministerium überhaupt keine ernsthaften Bemühungen zeigte, nach Lösungsansätzen zu suchen. In der Begründung wird mir auch deutlich, dass das Bauministerium sich sehr stark auf die Aussagen von Vertretern der Landeskirche leiten lassen hat. Die Landeskirche hat sich ebenfalls nicht konstruktiv in den Dialog eingebracht.
Der heutige Tag ist ein schwarzer Tag für Bad Frankenhausen, für die Kyffhäuser-Region. Ein einzigartiges Baudenkmal wird abgerissen und verschwindet aus dem Bild des staatlich anerkannten Sole-Heilbades Bad Frankenhausen, verwehrt der Region die Chance, touristisch zu punkten und nachfolgende Generationen werden das besondere, einmalige Baudenkmal nicht mehr erleben können.
Ich danke allen Menschen, Unternehmen, Institutionen und Vereinen, die uns in den letzten Monaten, ja Jahren beim Kampf um den Erhalt des Turmes unterstützt haben. Ihr Engagement wurde mit der heutigen Entscheidung des Ministers Carius mit Füßen getreten. Ich jedenfalls danke Ihnen dafür recht herzlich.

Matthias Strejc
Bürgermeister
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3 Kommentare
Sandra Rosenkranz aus Sömmerda | 23.11.2011 | 14:25  
5.678
Gunter Linke aus Saalfeld | 25.11.2011 | 13:30  
Lokalredaktion Sömmerda aus Sömmerda | 25.11.2011 | 14:33  
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