Unsere Augsburger auf Kurzurlaub in Thüringen

Anna-Liesa fährt im Erlebnispark Auto
 
Tropenhaus des Erlebnisparks Memleben
Der 80. Geburtstag
ist ein markanter Punkt im Leben eines Menschen. Immer spüre ich aus diesem Grund desjenigen Aufregung, Unruhe, Ratlosigkeit, ja Angst. So war es bei Mutti, so war es wieder bei meinem Liebsten. Dabei ist es bei heutiger hoher Lebenserwartung nur ein Geburtstag des Alters, dem viele folgen können, hoffentlich auch folgen. Nun gehört Manfrieds 80. der Vergangenheit an, sowohl der eigentliche Tag als auch die Nachfeier in der Osterzeit. Ich wache morgens wieder mit der Gewissheit auf, dass wir den Tag zu zweit erleben werden. Das war wochenlang nicht so; denn es galt zu planen, vorzubereiten und das GeburtstagsKIND einzubeziehen. Bei allem musste ich Geduld bewahren.
Mein Tagebuch zeigt, wie wenig Zeit mir ab Ende März bis Mitte April blieb. Der letzte Eintrag ist vom 28. 3., dann klafft eine Lücke. Mehr Zeit verwendete ich für das Mitmachportal. In ihm sind die Einträge in der 2. Februarhälfte seltener wegen meines Geburtstages und der Vorbereitung der Geburtstagsfeier zum 80. im häuslichen Kreise. Keine Erinnerungshilfen gibt es auf beiden Internetseiten Anfang April. Das will ich nachholen, damit die schönen Erlebnisse nicht verschwimmen; denn sie veränderten meine Absichten zum eigenen 80.. Gedachte ich vorher, diesen nie, auf jeden Fall ganz anders zu feiern als Manfried, so veränderten die Erlebnisse meine Einstellung völlig. Die Tage vom 4. 4. bis zum 10. 4. waren schön, erlebnisreich und schön, wiederholenswert nicht nur für uns, sondern auch für unsere Gäste.
Unseren Augsburgern bin ich dankbar, dass sie aus der Fahrt zu uns einen Thüringer Kurzurlaub machten. So konnten wir viel Zeit miteinander verbringen. Sie schliefen in Garnbach bei Barbara vom 4. bis zum 10. 4.. Bei uns aßen sie zu Abend. Am Donnerstag und Freitag waren wir gemeinsam unterwegs. Im Erlebnispark Memleben gefiel es nicht nur Anna-Liesa, sondern allen sehr gut. Im „Storchennest“ wärmten wir uns anschließend auf, aßen gut zu Mittag und konnten dabei dem Storchenpaar zuschauen.
Auch die Fahrt in den Ziegelrodaer Forst entsprach bis auf das kalte Wetter unseren Erwartungen. Beim Wandern sahen wir viele Tiere in den Gehegen und Volliere, z. B. Rehe, Hirsche, Hasen, Raubkatzen, Wölfe, exotische und einheimische Vögel. Die „Jägerhütte“ ist empfehlenswert. Wir saßen gemütlich, aßen und tranken vorzüglich. Park- und Spielplatz sind in Ordnung, das Personal freundlich, zuvorkommend und flink.
Von dort fuhren wir zu zweit zum Arterner Bahnhof, um unsere Berliner Bekannte abzuholen. Auch sie übernachtete nicht bei uns, sondern im Hotel „Deutsches Haus“, nahm aber die Mahlzeiten mit uns ein. Die Kaffeerunde war an diesem Tag noch klein. Schon beim Abendbrot hatten wir zu acht keinen Platz in unserer kleinen Stube. Da half kein Tischausziehen. Wir speisten an zwei Tischen, konnten dann gemütlich beisammen sitzen. Am Sonnabend würden wir nicht zu acht, sondern zu achtzehnt sein. Es heißt zwar, Raum sei in der kleinsten Hütte für ein glücklich liebend Paar, aber wir würden acht Paare und acht Singles sein. Na, Prost und Mahlzeit! Keinen mussten wir ausladen. Die Augsburger beschlossen, sich am Samstag allein zu vergnügen, besahen die Modelleisenbahn, speisten abends im „Fröhlichen Wanderer“.
Für uns zwei aber hatte die heiße Phase der Geburtstagsparty begonnen. Riesenschüsseln mit Schichtsalat, vegan und normal waren kalt gestellt, ebenso drei Obsttorten. Vom vergessenen Einkauf beim Fleischer hatte ich vor Tagen geträumt. Das durfte nicht passieren; denn Peter und Doreen hatten vegetarischen Nudelsalat gezaubert. An den Tischen würden aber nur einzelne Veganer und Vegetarier sitzen. Noch vorm Frühstück erledigte ich den Einkauf beim Fleischer. Ohne Wiener Würstchen und das beliebte Gehacktes wäre es kein Besuch bei Oma und Opa. Kurzer Samstagvormittag! Christa bekam Zettel, Stift, Zeitungspapier und einen Korb mit ausgesuchten Sachen, wertvollen, wertlosen, für uns überflüssigen. Während ich die letzten Vorbereitungen vorm großen Ansturm im Haus traf, Manfried zwei Magdeburger Gäste in Arten abholte, schrieb sie Lose, wickelte Gewinne in Zeitungspapier. Dann war Wirbel angesagt.
Richard briet für fünf Tischgäste zum Apfelmus Puffer. Kaum war der Tisch abgeräumt, als die Nächsten einfuhren, aus Naumburg Peter und Doreen mit Frank und Paul. Fast gleichzeitig kamen Tochter und Schwiegersohn mit den anderen zwei Söhnen an. Diese hatten ihre Eltern auf dem Leipziger Flughafen abgeholt. Pufferduft entwich, während wir uns begrüßten. Die Mehrzahl der Gäste wurde zum Vertreten der Füße geschickt, weil die Kaffeetafeln gedeckt werden mussten. Bald standen auf den Tischen Obsttorten, auch eine vegane, und Bäckerkuchen, am Mittag sortenreich, festlich gehaltvoll ins Haus geliefert. Bald füllten sich drei Thermoskannen wie von selbst mit Kaffee. Die fröhliche Runde konnte schnabulieren.
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6 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 17.04.2012 | 20:05  
5.691
Petra Seidel aus Weimar | 17.04.2012 | 21:59  
3.050
Antje Hellmann aus Jena | 17.04.2012 | 23:23  
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Hannelore Grünler aus Artern | 18.04.2012 | 00:01  
12.763
Renate Jung aus Erfurt | 18.04.2012 | 00:04  
Sandra Rosenkranz aus Sömmerda | 18.04.2012 | 10:15  
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