Besuch in der Markus-Gemeinschaft Hauteroda

Frau Bierbach begrüßt uns
Hauteroda: Markus-Gemeinschaft | Seniorengruppe der GEW auf Entdeckung im Gutshof Hauteroda
*bei der Markus-Gemeinschaft e. V.
eine Camphill-Initative für Mensch und Umwelt
Werkstatt für behinderte Menschen*
Am 4. Mai traf sich unsere Seniorengruppe wie jeden ersten Mittwoch im Monat auf dem Gutshof. Über 20 Neugierige führte die nette, orts- und verhältniskundige Frau Bierbach durch das Domizil der Markus-Gemeinschaft, das seit acht Jahren ihr Arbeitsbereich ist. Verantwortlich für Verkauf und Management, aufgeschlossen und redegewandt, konnte sie uns viel Interessantes berichten, all unsere Fragen beantworten. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus.
100 Mitglieder umfasst die Markus-Gemeinschaft. (behinderte Jugendliche und Fachleute mit verschiedenster Ausbildung) Sie arbeiten als Betreuer und Werkstätten-Leiter in der Landwirtschaft, der Gärtnerei, Bäckerei, Molkerei, Tischlerei, Wäscherei, Küche und Veredlung als Menschen vom Fach sowie Betreuer. Die Jugendlichen durchlaufen alle Arbeitsbereiche, erhalten ihnen angemessene Ausbildung und Aufgaben, werden in ihrer Freizeit nach 16 Uhr, an Sonn- und Feiertagen allseitig betreut, wohnen in drei Häusern, die der Markus-Gemeinschaft gehören, im Dorf in Wohngemeinschaften. Es gibt nirgends Radios und Fernseher, um das Wohlergehen der Betreuten nicht durch unangemessene Horrornachrichten sowie Gewaltdarstellung zu gefährden. Die Information in Politik, Wirtschaft, Kultur usw. übernehmen die Betreuer. Sie begleiten die Betreuten zu Veranstaltungen, z. B. in ausgesuchte Filme, Hallen- und Freibäder.
In einem großen, neuen Ständerbauwerk aus Holz mit viel Glas werden tagsüber geistig und körperlich Schwerstbehinderte betreut. Da diese mit Bussen angefahren und wieder nach Hause gebracht werden, steht das Gebäude der Gemeinschaft zu Großveranstaltungen zur Verfügung, für die der Speisesaal und das Cafe PARIS nicht ausreichen würden.
Das Gutshaus wurde eine einfache, gut ausgestattete Herberge mit Einzel-sowie Doppelzimmern, Drei- und Vierbettzimmern und einem Dachgeschoss mit 12 Betten für Gruppen. Die Herberge ist für Familienurlaub, Gruppenreisende, Workshops, Weiterbildung, Seminare und Landbaupraktika bestens geeignet. Die Verpflegung (Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder Halbpension bzw. Vollpension) ist gewährleistet. Die Herberge gehört ebenfalls zum Arbeitsbereich von Frau Bierbach.
Mit unserer Fremdenführerin besichtigten wir die Werkstätten, ließen uns dort von den jeweiligen Leitern ihre Aufgaben mit den Jugendlichen erklären. Auf die Frage „Trägt sich die Einrichtung?“ erhielten wir ein eindeutiges „JA“ als Antwort. Erst am Ende der Besichtigung konnten wir uns das vorstellen. Allerdings gehört viel Engagement, gute Planung und Organisation dazu; denn der Gutshof ist ein Unternehmen und bekommt nichts geschenkt. Wer nur arbeitet, um Geld zu verdienen, sollte sich einen anderen Arbeitsplatz suchen.
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 08.05.2011 | 20:36  
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