Familientreffen am Ostersonntag

Flotte Bedienung
Verköstigung im FRÖHLICHEN WANDERER
Ausgeschlafen, erwartungsvoll, aber ruhig starteten wir in den Ostersonntag, den Feiertag mit großer Gästeschar. Alle Verantwortung hatten wir in professionelle Hände gegeben. Was sollte da schief gehen?
Um 11 Uhr 40 konnten wir schon die weit angereisten Tischgäste begrüßen. Die Schwiegereltern unserer Tochter bezogen ihr Quartier bei Barbara gegenüber der Gaststätte. Das Auto aus dem Eichsfeld war mit den drei ersten von sieben uns Lieben eingetroffen. Nach der stürmisch, herzlichen Begrüßung füllte sich die Veranda schnell. Unsere 22 Mittagsgäste nahmen die Enge mit Humor, ordneten sich in ihr ein, nachdem sie zwei überflüssige Stühle hinaus bugsiert hatten. Die Bestellung konnte beginnen. Jana und ein junger Kellner waren für uns zuständig. Die beiden Vegetarier kannten sie von einem früheren Besuch, mit dem Veganerpärchen machten sie sich auf nette Weise bekannt. Janas burschikose Art passte in diesen Rahmen. Lautstark, freundlich und vor allem flink wurden wir bedient. Veränderungen der Speisekarte – kein Problem, auch Speisen, die über Gästeköpfe durch mehrere Hände wanderten, kein Problem. Befriedigt konstatierte ich: Alles sieht appetitlich aus, schmeckt lecker. Alle sind zufrieden. Wir speisen bevorzugt auf einer kleinen, fröhlichen Insel wie eine große Familie fernab vom Festtagtreiben im großen Gastraum.
Bis zur Kaffeerunde mit über 40 Gästen verblieb uns eine Mittagruhestunde. Wider Erwarten schliefen wir, waren vor 15 Uhr wieder startbereit, als am Telefon Pauls Stimme erklang: „Oma, ihr braucht euch nicht zu beeilen. Hier verzögert es sich.“ Die Zusammenhänge waren mir sofort klar: gefühlte Eiseskälte, gefüllter Gastraum, den keiner verlassen mochte, der aber für uns umgeräumt werden musste. Welch Glück, kein Regen! Wie erwartet, konnten wir unsere Kaffee-Kabarett-Gäste nach und nach vor der Gaststätte begrüßen, nutzten die Wartezeit zu Gesprächen. Missmutige Mienen erblickte ich nirgends. Hatte jemand das Motto „Vorfreude ist die schönste Freude“ ausgegeben?
Die Vorfreude war berechtigt gewesen. An der festlichen, über Eck angeordneten Tafel fanden nach und nach alle Platz sowie Gesprächspartner, und natürlich auch ein reiches Angebot an Kuchen auf Platten. Dem Veganerpärchen wurde sein Gebäckangebot extra aufgetragen. Mit Wohlbehagen genossen alle und harrten der Dinge, die da kommen sollten.
Lautsprecher, Lampen, Instrumente kündigten das Kabarett an. Dessen erste Hälfte, spritzig, kritisch, aktuell politisch, zum Mitdenken einladend, traf auf ein aufgeschlossenes Publikum, das mit bitterem Lachen und zustimmenden Applaus reagierte. Nach einer kurzen Pause zum Nachfüllen der Gläser und Vertreten der Füße folgte der heitere Teil des Programms. Die drei Kabarettisten waren in Hochform, spielten ihre Rollen, musizierten, sangen mit Bravour, überzeugend, mitreißend. Sie kitzelten unsere Lachmuskeln. Lachsalven ertönten, Lachtränen kullerten. Unser Applaus steigerte ihre Spiel-, Sanges- und Musizierlust. Das Liebeslied des zerstreuten Casanova erklang als ein Höhepunkt in der künstlerischen Darbietung, aktualisiert und urkomisch. Als Zugabe nach forderndem Applaus hörten wir die traurige Moritat von den erschossenen Weihnachtsmännern, nicht ohne dass vorher die kindliche Zuhörerin gebeten wurde, sich die Ohren zuzuhalten. Was Anna-Liesa zur Freude aller tat.
Das Kabarett-Programm war ein prima Geschenk zum 80. Geburtstag. Unsere Geraer schufen damit Erinnerungen für uns und unsere Gäste. Sie ernteten den Dank aller und meine Zusicherung, dass sie an meinem 80. auch auftreten dürften.
Unsere Kaffee-Kuchen-Kabarett-Gäste bedankten sich für das Genossene und verabschiedeten sich. Die weit angereisten ehemaligen Kollegen blieben zum Abendbrot, das wir nach einem Spaziergang einnahmen. Danach war die Stimmung mit Recht heiter und gelöst, war doch alles ohne Pech und Pannen über die Bühne gegangen. Beim Abschied erhielten wir eine Einladung zum 60. Geburtstag ins Eichsfeld. Auf das Wiedersehen im Oktober freuen wir uns. Noch in dieser Nacht fuhr das Liebespärchen zum Geburtstag nach Göttingen. Mit den anderen würden wir am Ostermontag im FRÖHLICHEN WANDERER beim Frühstück sitzen.
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4 Kommentare
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Petra Seidel aus Weimar | 24.04.2012 | 20:05  
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Karin Jordanland aus Artern | 24.04.2012 | 20:18  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 24.04.2012 | 20:40  
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 24.04.2012 | 21:34  
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