Gelichtete Reihen

Wiehes Seniorenclub lädt jährlich die Geburtstags-KINDER von Anfang des Jahres im März zur gemeinsamen Geburtstagsfeier. Diese fand am 22. 3. statt. Im frühlingshaft geschmückten Raum waren vor 14 Uhr fast alle Stühle besetzt, saßen Frauen, auch einige Männer beim Gedankenaustausch. Ich ließ die Augen schweifen, stellte fest: „Alle sind älter geworden. Etliche fehlen.“ Horchend vernahm ich: „Abgemeldet. Es geht ihr nicht gut. Krankenhaus. Reha. Arzttermin. Spritze.“ Auch die freundliche, fleißige Leiterin des Clubs hatte eine Spritze bekommen, musste auf ärztliche Anordnung liegen. Als die Kindergarten-Kinder mit ihrer Betreuerin eintrafen, wurden die Gespräche leiser, verstummten bei Programmbeginn. Zehn Jungen und Mädchen der ältesten Gruppe boten Gedichte, Lieder und Handspiele dar. Ich kannte nur Uli aus der Nachbarschaft. So wenige Schulanfänger! Es stellte sich heraus, dass unter ihnen jüngere, also ausgeborgte Kinder waren. Als wir 1981 nach Wiehe zogen, gab es Parallelklassen, z. B. drei 5. mit je 18 Schülern.
Nachdem wir die Kleinen mit viel Applaus verabschiedet hatten, wurden Kaffee und Kuchen aufgetragen. Die Gespräche über Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft verstummten. Wir ließen uns Torte, Miniwindbeutel und Schokolade munden. Mir war`s wie immer zu reichlich. Aber alle Teller wurden leer geputzt. Keiner wollte das schöne Frühlingswetter verderben. Allen ging´s bei herrlichem Sonnenschein sooo gut.
Nein, nicht allen! Uns gegenüber saß eine AMD-Patientin mit heftigen Schmerzen. Sie gehörte nicht in diese Geburtstagsrunde, begleitete ihren an Parkinson erkrankten Ehemann. Während bei mir ein Auge trotz trockener Makula-Degeneration noch 80 % Sehkraft besitzt, ist sie schlechter dran. Beide Augen sind durch AMD und Grauen Star sehschwach. Sie leidet seit langem an Kopf- sowie Ohrenschmerzen, deren Ursachen unklar sind. Nun soll als Nächstes ein Hals-Nasen-Ohrenarzt aufgesucht werden. Sie hofft und bangt. Wird er ihr helfen können? Auch eine in Aussicht gestellte OP am Grauen Star lässt sie bangen, weil beobachtet wurde, dass AMD-Patienten danach schlechter sehen, eventuell sogar schneller erblinden.
Ich wurde an Ängste und Zweifel erinnert. Bevor ich meine Augen-Belastungsgrenze von drei bis vier Stunden kannte, konnte mir kein Arzt helfen. Ich befürchtete, sie würden in mir eine Simulantin sehen, konnte es meinem Hausarzt nicht einmal verdenken; denn bei Überbelastung versagten, wie es aussah, ganz willkürlich alle Körpersysteme. Ich hatte im Wechsel Kopf-, Ohren-, Zahnschmerzen, litt an Magenkrämpfen, Durchfällen, Herzschmerzen und Schwindelgefühlen. Konnte ich nicht sofort eine Ruhepause für die überlasteten Augen einlegen, traten die Beschwerden vereint auf, so dass mir und meinen Lieben angst und bange wurde.
Heute gelingt mir die Balance zwischen Belastung und Entspannung meistens. Aber es fällt mir oft schwer, auf meinen Körper zu hören, war ich doch früher immer bemüht, eine Arbeit zu beenden. Erst dann war ich zufrieden, zufrieden mit mir und der Welt.

Wiehes Seniorenclub lädt jährlich die Geburtstags-KINDER von Anfang des Jahres im März zur gemeinsamen Geburtstagsfeier. Diese fand am 22. 3. statt. Im frühlingshaft geschmückten Raum waren vor 14 Uhr fast alle Stühle besetzt, saßen Frauen, auch einige Männer beim Gedankenaustausch. Ich ließ die Augen schweifen, stellte fest: „Alle sind älter geworden. Etliche fehlen.“ Horchend vernahm ich: „Abgemeldet. Es geht ihr nicht gut. Krankenhaus. Reha. Arzttermin. Spritze.“ Auch die freundliche, fleißige Leiterin des Clubs hatte eine Spritze bekommen, musste auf ärztliche Anordnung liegen. Als die Kindergarten-Kinder mit ihrer Betreuerin eintrafen, wurden die Gespräche leiser, verstummten bei Programmbeginn. Zehn Jungen und Mädchen der ältesten Gruppe boten Gedichte, Lieder und Handspiele dar. Ich kannte nur Uli aus der Nachbarschaft. So wenige Schulanfänger! Es stellte sich heraus, dass unter ihnen jüngere, also ausgeborgte Kinder waren. Als wir 1981 nach Wiehe zogen, gab es Parallelklassen, z. B. drei 5. mit je 18 Schülern.
Nachdem wir die Kleinen mit viel Applaus verabschiedet hatten, wurden Kaffee und Kuchen aufgetragen. Die Gespräche über Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft verstummten. Wir ließen uns Torte, Miniwindbeutel und Schokolade munden. Mir war`s wie immer zu reichlich. Aber alle Teller wurden leer geputzt. Keiner wollte das schöne Frühlingswetter verderben. Allen ging´s bei herrlichem Sonnenschein sooo gut.
Nein, nicht allen! Uns gegenüber saß eine AMD-Patientin mit heftigen Schmerzen. Sie gehörte nicht in diese Geburtstagsrunde, begleitete ihren an Parkinson erkrankten Ehemann. Während bei mir ein Auge trotz trockener Makula-Degeneration noch 80 % Sehkraft besitzt, ist sie schlechter dran. Beide Augen sind durch AMD und Grauen Star sehschwach. Sie leidet seit langem an Kopf- sowie Ohrenschmerzen, deren Ursachen unklar sind. Nun soll als Nächstes ein Hals-Nasen-Ohrenarzt aufgesucht werden. Sie hofft und bangt. Wird er ihr helfen können? Auch eine in Aussicht gestellte OP am Grauen Star lässt sie bangen, weil beobachtet wurde, dass AMD-Patienten danach schlechter sehen, eventuell sogar schneller erblinden.
Ich wurde an Ängste und Zweifel erinnert. Bevor ich meine Augen-Belastungsgrenze von drei bis vier Stunden kannte, konnte mir kein Arzt helfen. Ich befürchtete, sie würden in mir eine Simulantin sehen, konnte es meinem Hausarzt nicht einmal verdenken; denn bei Überbelastung versagten, wie es aussah, ganz willkürlich alle Körpersysteme. Ich hatte im Wechsel Kopf-, Ohren-, Zahnschmerzen, litt an Magenkrämpfen, Durchfällen, Herzschmerzen und Schwindelgefühlen. Konnte ich nicht sofort eine Ruhepause für die überlasteten Augen einlegen, traten die Beschwerden vereint auf, so dass mir und meinen Lieben angst und bange wurde.
Heute gelingt mir die Balance zwischen Belastung und Entspannung meistens. Aber es fällt mir oft schwer, auf meinen Körper zu hören, war ich doch früher immer bemüht, eine Arbeit zu beenden. Erst dann war ich zufrieden, zufrieden mit mir und der Welt.

Wiehes Seniorenclub lädt jährlich die Geburtstags-KINDER von Anfang des Jahres im März zur gemeinsamen Geburtstagsfeier. Diese fand am 22. 3. statt. Im frühlingshaft geschmückten Raum waren vor 14 Uhr fast alle Stühle besetzt, saßen Frauen, auch einige Männer beim Gedankenaustausch. Ich ließ die Augen schweifen, stellte fest: „Alle sind älter geworden. Etliche fehlen.“ Horchend vernahm ich: „Abgemeldet. Es geht ihr nicht gut. Krankenhaus. Reha. Arzttermin. Spritze.“ Auch die freundliche, fleißige Leiterin des Clubs hatte eine Spritze bekommen, musste auf ärztliche Anordnung liegen. Als die Kindergarten-Kinder mit ihrer Betreuerin eintrafen, wurden die Gespräche leiser, verstummten bei Programmbeginn. Zehn Jungen und Mädchen der ältesten Gruppe boten Gedichte, Lieder und Handspiele dar. Ich kannte nur Uli aus der Nachbarschaft. So wenige Schulanfänger! Es stellte sich heraus, dass unter ihnen jüngere, also ausgeborgte Kinder waren. Als wir 1981 nach Wiehe zogen, gab es Parallelklassen, z. B. drei 5. mit je 18 Schülern.
Nachdem wir die Kleinen mit viel Applaus verabschiedet hatten, wurden Kaffee und Kuchen aufgetragen. Die Gespräche über Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft verstummten. Wir ließen uns Torte, Miniwindbeutel und Schokolade munden. Mir war`s wie immer zu reichlich. Aber alle Teller wurden leer geputzt. Keiner wollte das schöne Frühlingswetter verderben. Allen ging´s bei herrlichem Sonnenschein sooo gut.
Nein, nicht allen! Uns gegenüber saß eine AMD-Patientin mit heftigen Schmerzen. Sie gehörte nicht in diese Geburtstagsrunde, begleitete ihren an Parkinson erkrankten Ehemann. Während bei mir ein Auge trotz trockener Makula-Degeneration noch 80 % Sehkraft besitzt, ist sie schlechter dran. Beide Augen sind durch AMD und Grauen Star sehschwach. Sie leidet seit langem an Kopf- sowie Ohrenschmerzen, deren Ursachen unklar sind. Nun soll als Nächstes ein Hals-Nasen-Ohrenarzt aufgesucht werden. Sie hofft und bangt. Wird er ihr helfen können? Auch eine in Aussicht gestellte OP am Grauen Star lässt sie bangen, weil beobachtet wurde, dass AMD-Patienten danach schlechter sehen, eventuell sogar schneller erblinden.
Ich wurde an Ängste und Zweifel erinnert. Bevor ich meine Augen-Belastungsgrenze von drei bis vier Stunden kannte, konnte mir kein Arzt helfen. Ich befürchtete, sie würden in mir eine Simulantin sehen, konnte es meinem Hausarzt nicht einmal verdenken; denn bei Überbelastung versagten, wie es aussah, ganz willkürlich alle Körpersysteme. Ich hatte im Wechsel Kopf-, Ohren-, Zahnschmerzen, litt an Magenkrämpfen, Durchfällen, Herzschmerzen und Schwindelgefühlen. Konnte ich nicht sofort eine Ruhepause für die überlasteten Augen einlegen, traten die Beschwerden vereint auf, so dass mir und meinen Lieben angst und bange wurde.
Heute gelingt mir die Balance zwischen Belastung und Entspannung meistens. Aber es fällt mir oft schwer, auf meinen Körper zu hören, war ich doch früher immer bemüht, eine Arbeit zu beenden. Erst dann war ich zufrieden, zufrieden mit mir und der Welt.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige