Halbe Sachen gibt’s nicht

Karin Jordanland ist mit Herz und Seele Bürgerreporterin. Gern schreibt sie über das, was in ihrer Heimat rund um Donndorf passiert. Genau so gern kommentiert sie Themen, die sie auf www.meinAnzeiger.de findet.
Karin Jordanland – eine Frau zum Pferdestehlen ... und Schreiben

DONNDORF. Die 56 Lenze sieht man ihr nicht an. Gerade hatte sie eine Kanutour mit Enkelin Alissa hingelegt und war mal eben noch ein paar Runden radeln. Nicht mit irgendeiner Hitsche, sondern mit einem richtigen Rennrad. Mit seinem Kauf hatte sie sich vor zehn Jahren einen Traum erfüllt, sich aber vor drei Jahren mit einer Spontanfahrt nach Erfurt zu Tochter Claudia auch einen Albtraum beschert.
Nach vierstündigem Radtrip war dort die Wohnungstür zugeblieben. Ihre damals fünfjährige Enkelin hatte der Klinglerin an der Tür kein Wort geglaubt, als diese sagte: „Die Oma ist hier!“ – „Nein, Du bist nicht die Oma. Du bist der böse Wolf!“ drang es damals durch die Tür. Punkt, aus, basta!
Noch heute lacht Karin Jordanland herzhaft, wenn sie die Geschichte erzählt.
Inzwischen weiß auch Alissa, dass ihre Oma das drauf hat. Selbst Inliner sind vor der agilen Donndorferin nicht sicher. Sie liebt das Leben, die Menschen und alles das, was sie umgibt. Sie schaut nicht auf die Uhr, wenn sie sich einer Sache verschreibt. Sie macht sie richtig. Nichts Halbes eben.
So brachte die Bitte des Vereinsvorsitzenden der Sportgruppe 50 + die ehemalige Stenotypistin aus dem Rosslebener Plastwerk auf die Spur des Allgemeinen Anzeigers. „Schreib doch mal was über uns!“, bat Reiner Ziegfeld. Ihrem Artikel über den Sepp-Herberger-Tag folgte die Neugier auf das Bürgerportal „MeinAnzeiger“. Hier konnte sie ihre Lust aufs Schreiben und Miteinander-in-Kontakt-Treten ausleben. 72 Beiträge und 2126 Kommentare tragen ihren Namen. Im Juni fuhr sie zum 2. Bürgerreporter-Treffen nach Legefeld. „Das war wie ein Klassentreffen; als ob wir uns schon ewig kannten“, schwärmt sie noch heute.
Was macht sie sonst? „Maßnahmen bestimmen meinen Arbeitsalltag“, sagt sie. Zuerst Qualifikation, dann Betreuerin für Spätaussiedler, offene Jugendarbeit, Kulturarbeit in der Stadtverwaltung Wiehe, dann das Projekt „Festschrift 1225 Jahre Donndorf“. Derzeit ehrenamtlicher „Rettungseinsatz“ in der Stadt-Info Wiehe, die aus Kostengründen sonst geschlossen werden müsste. Ab September will sie dort BuFDi sein, für ein paar Euro. Mittwochs Sport, dienstags Stickclub und dann ist da auch noch die Familie: Ehemann Bernd, der sie mit all ihren vielen Ideen liebt, und die erwachsenen Kinder Claudia und Stefan mit den Enkelchen Alissa und Lisa. Ach so: Die nächste Überraschung gibt’s zu Nikolaus mit Enkelchen Nr. 3 und viel aufregend Neuem. Das ist das, was sie mag.
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 12.08.2012 | 18:47  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 12.08.2012 | 18:53  
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