Lieber Besuch

Mit Auto und Fahrrad unterwegs
Unnütze Sorgen
machte ich mir wegen der Besuche unserer Lieben. Am Freitag, dem 9. 9., kam Tochter mit dem Auto nach der Kaffeezeit, aß lieber Herzhaftes, obwohl wir Pfirsichtorte hatten. Schwiegersohn radelte später ein, hatte 90 km in den Beinen und ein Vollbad nötig. Wir aßen spät und ausgiebig zu Abend. Die anderen waren müder als ich, so dass wir unsere gemütliche Plauderrunde zeitig beendeten. Am Samstag konnten alle ausschlafen; denn wir wollten im „Fröhlichen Wanderer“ zu Mittag speisen, ausprobieren, ob es uns bei den neuen Betreibern so gut gefallen würde wie bei Babara. Die Wanderung nach Garnbach verschaffte uns Appetit. Die Gaststätte war gut besucht, die Bedienung flott und höflich, die Speisen schmackhaft wie erwartet; denn das Küchenpersonal war geblieben. Also haben wir weiterhin eine Speisegaststätte in Wandernähe. Nach dem Genuss von Obsttorte mit Schlagsahne mussten sich die Geraer verabschieden, wollten sie doch am Wochenende den jungen Leuten beim Streichen der neuen, ersten gemeinsamen Wohnung helfen.
Richtig aufregend, also blutdruckerhöhend war am Sonntag die Fahrt zum Arterner Bahnhof, wo wir unseren Magdeburger Studenten abholen wollten. Aus dem Garten flüchteten wir mit dem obligatorischen Korb voller reifer Pfirsiche. Für Kräuter und Blumen blieb keine Zeit; denn Gewitterwolken türmten sich bedrohlich am Himmel. Wir hofften, die Hinfahrt vorm Ausbruch des Unwetters zu schaffen. Aber nein! Nach wenigen Kilometern fiel Dunkelheit über alles, durchzuckt von einzelnen Blitzen, durchdrungen vom fernen Donnergrollen. Mein Guter lenkte uns sicher durch herabströmende Wassermassen. Sie fielen als Wolkenbruch vom unsichtbaren Himmel, schlugen mit dem Licht entgegenkommender Autos gegen die Frontscheibe und spritzten hoch auf an die Seitenfenster, so dass unsere Fahrt einer stürmischen Seefahrt glich. Zum Glück kannten wir und alle Autofahrer, die das Unwetter nicht hatten meiden können, Landstraßen, Verkehrsinseln, Dorfstraßen, Straßenengen, Straßen über Brücken und alle Kurven genau. Rechtzeitig bogen wir mehr nach Gefühl in Artern zum Bahnhof ab, atmeten auf, als das Auto vor diesem stand, kein Verkehr, keine Straßengräben uns mehr gefährlich werden konnten. Nun hatten wir Zeit zur Nervenberuhigung. Ich konnte durch ruhiges Atmen den Blutdruck herunterschrauben, der Wettergott sich austoben; denn der Zug hatte Verspätung. Die Rückfahrt verlief ruhig, ruhig und angenehm wie der gesamte Aufenthalt des Enkelmannes.
Er half umsichtig ohne Aufforderung, war beim Zubereiten der Mahlzeiten selbständig. Ich kann den jungen Mann nur wärmstens empfehlen. Ich reichte zu. Er briet Schnitzel zum Blumenkohl, knusprige Bratkartoffeln mit Wurst und Ei, deckte zu den Mahlzeiten ein und ab, kaufte ein. Bei uns zwei ging es Hand in Hand wie bei einem eingespielten Team. Verständlich, dass er fern sah, besitzt er doch in seiner Studentenwohnung keinen Apparat.
Als Team räumten wir auf dem Schuppen auf, er mehr mit den Händen, ich mit Überlegen und Begründen. Wir füllten alles aus dem alten Küchenschrank in Plastewannen mit gedachten Aufschriften: Hausmüll, gelbe bzw. blaue Tonne, zur Weiterverwendung oder zum Verschenken. Die nächsten Abtransporte des Mülls und der Wertstoffe lohnen sich.
Ich bekam vom 9. bis 15. 9. erfreulicherweise keine Probleme mit meinem Blutdruck, wie ich befürchtet hatte.
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10 Kommentare
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Elke Oschatz aus Erfurt | 22.09.2011 | 15:40  
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Renate Jung aus Erfurt | 22.09.2011 | 19:08  
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Hannelore Grünler aus Artern | 22.09.2011 | 19:51  
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Renate Jung aus Erfurt | 22.09.2011 | 21:49  
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Hans-Gerd Born aus Erfurt | 23.09.2011 | 11:04  
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Hannelore Grünler aus Artern | 23.09.2011 | 13:13  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 23.09.2011 | 18:11  
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Hannelore Grünler aus Artern | 24.09.2011 | 01:28  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 24.09.2011 | 22:33  
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Hannelore Grünler aus Artern | 24.09.2011 | 22:55  
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