Notizen zur Erinnerung

Die große Ferienwohnung der Kinder u. Enkel über der Gaststätte "Meeresrauschen"
 
Naturschutzgebiet hinter den Dünen
 
Dünenbepflanzung am Strand von Dierhagen
Ostseeurlaub in Dierhagen vom 23. 7. – 5. 8. 2012
• 20. 7. um 9, 30 Uhr Start in den Urlaub
• Auffahrt auf die Autobahn 11 Uhr
• Stau um Berlin
Riesiges Verkehrsaufkommen, da 3 Länder Ferienbeginn u. ab Wochenende Schönwetterprognose, Zuckeltempo, Stop and Go, Autokennzeichen bunt gemischt, TDO, Lesefehler TOD, „Reha-Team Beyreuth“ entsprechende Piktogramme Verunfallter, Königskerzen an der Autobahn wie ausgesät
• Ankunft in Netzeband um 16, 30 Uhr
Wir essen Brote, Tomaten, wandern durchs Dorf, über Wiesen, ungewohnte Blütenpracht, aber nur einzelne Schmetterlinge, gehen zeitig schlafen, erst am Sonntag um 15 Uhr in die Theateraufführung „Alice im Wunderland“. 16 Darsteller, darunter Kinder u. Jugendliche aus Netzeband, Alice junge Mutti aus Neurupin, Theater GmbH, Beobachtung: Darsteller kontrollieren nach Vorstellung ihre Kontonummer auf Schreiben, bekommen also Geld, Besuch gut, viele Gäste aus dem Ort, Angehörige, aber auch Berliner und Rast machende Urlauber. Aufführung für Kinder wie Erwachsene Theatererlebnis.
• Montag, den 23. 7., nach Frühstück holen wir Hannes vor 11 Uhr vom Bahnhof ab. Nachdem er etwas gegessen hat, starten wir Richtung Dierhagen. Hannes chauffiert. Die Fahrt verläuft flott. Nur als wir die Autobahn verlassen haben, stehen wir kurz im Stau. Eisessen in Neuhaus vor Ankunft in Dierhagen. Enkelmann versucht während des Bummels am Strand, Verantwortliche für Ferienwohnung telefonisch zu erreichen, gegen 15 Uhr beziehen wir unser Ferienquartier. Tochter u. Schwiegersohn treffen nach 17 Uhr ein, wohnen genau vis a vis, so dass wir uns vom Balkon aus zuwinken können.
• Schönwetterperiode vom Sonntag, dem 22. 7. bis zum Samstag, dem 29. 7. mit viel Sonnenschein, Wärme, aber kaltem Wasser, 2. Woche freundlich, Wasser warm, blühend.
• Dienstag, den 24. 7. Ankunft des Sohnes u. Enkels. Sie fuhren mit dem Zug bis Rostock u. dann mit den Rädern, bleiben bis zum Sonntag, dem 29. 7.. Nach dem Frühstück treten sie die Rückfahrt per Rad an. Paul will unterwegs Zeit mit Freunden verbringen. Frank hatte Zusammensein mit L. geplant. Sie bekam nach längerem Warten die Arbeit im Hospiz, wo sie nun nicht gleich fehlen kann. Später erfahren wir vom Magdeburger Studenten, der sein Praktikum in Berlin absolviert, dass PAPA in Norwegen wandert. Dieses Land ist Sohnes KRAFTQUELL.
• Tagesablauf für Schönwettervariante: seit Mittwoch, den 25. 7., schnippele ich täglich eine Schüssel voll Obst fürs Frühstück. Ein gut bestückter Obststand befindet sich direkt um die Ecke, so dass wir alles ohne Wege frisch kaufen können. Schwiegersohn u. Sohn besorgen die Brötchen. Auch die übrigen Einkäufe im entfernten Großmarkt nimmt uns Schwiegersohn ab. Nach dem Frühstück unternimmt jede Familie etwas für sich. Wir Alten schwimmen, essen, schlafen, essen und schwimmen am späten Nachmittag nochmals. Die Wege zum Strand sind kurz. Gemeinsam beobachten wir den Sonnenuntergang. Einmal trinken wir mit Frank Kaffee. Am 28. 7., unserem 56. Hochzeitstag, essen wir zu sechst in der Pfannkuchen-Gaststätte zu Abend.
• Am Sonntag, dem 29. 7., beziehen Enkelmann u. werdende Mutter das frei gewordene Zimmer in der großen Ferienwohnung. Von nun an gilt es meistens eine große u. eine kleine Schüssel Obstsalat zum morgendlichen Müsli zu schnippeln; denn Enkelmann bekommt eine „Extrawurst“, weil er immer noch seine Antipathie gegen Pfirsiche und Aprikosen hat. Wir anderen aber lieben die herrlich saftigen, süßen türkischen Früchte.
• Ab Mittwoch, den 1. August, weilen unser Student der Zukunftswissenschaft und seine Liebste, die Humanismus-Studentin, unter uns, hoffen auf gutes Morgenwetter, damit sie nicht vor 9 Uhr aufstehen müssen, weil das Wohnzimmer, wo sie ihre Schlafstatt aufgeschlagen haben, fürs gemeinsame Frühstück hergerichtet werden muss. Petrus ist den verliebenten Langschläfern gnädig. Nur einmal frühstücken wir wegen morgendlicher Kühle zu sechst drinnen und am letzten Ferientag, als unser ältester Enkel mit seiner Lebensgefährtin schon abgereist ist, trinken wir beim Gewitter in der Wohnstube Kaffee.
• Den großen Balkon mit seinem schönen Mobiliar konnte unsere Großfamilie fast immer nutzen. Der Wespenbeflug war mäßig, die Sonnenbestrahlung schon morgens grell und heiß. Auf unserem kleinen Balkon hatten nur drei Personen Platz. Mehr Sitzgelegenheiten gab es nicht, laut Hausordnung durfte keiner der drei Polsterstühle mit nach draußen genommen werden. Nur ein einziges Mal nahmen wir unsere Mittagsmahlzeit am Stubentisch ein; denn ein Wespenschwarm wollte das Mahl, Thüringer Bratwurst mit Senf und Nudeln, mit uns teilen.
• Am 5. 8. frühstückten wir schon eine Stunde früher, also um 8 Uhr; denn Tochter und Sohn wollten zeitig nach Danzig aufbrechen. Zukünftler und Humanistin machten in der großen Ferienwohnung KLAR SCHIFF. Dann nahmen wir sie mit nach Netzeband. Es war eine angenehme Regen-Fahrt. Während Zukunftsstudent chauffierte, schlief Humanistin, wenn ich sie nicht in ein Gespräch verwickelte. Interessant für uns beider Bericht von ihrer Ferienarbeit auf dem Bauernhof. In unserem Ferienstopp angekommen, stellten wir fest, dass der Zug nach Berlin nur einmal alle zwei Stunden fuhr und gerade abgefahren war, luden die Veganer in die Märkischen Höfe zu Tisch. Nach der Mahlzeit bestanden sie trotz Regens darauf, zu zweit ein bisschen zu wandern. Uns schickten sie zum Mittagsschlaf. Wir gehorchten widerstrebend. Nach zweistündigem Tiefschlaf meines Mannes Feststellung: „Das war mein erster erholsamer, tiefer Urlaub-Mittagsschlaf.“
Also nicht nur ich hatte die wandernde Urlauber-Karawane vor unserer Ferienwohnung als störend empfunden. Zwei Wochen war ich mir wie eine auf der Straße Schlafende vorgekommen. Morgens gegen sechs fuhr der Aufräumer vom Dienst mit Auto vor, kehrte, sortierte Leergut, Abfall, schepperte mit Garagentor und Abfallcontainer-Deckeln, fuhr gegen sieben ab. Dann liefen, radelten Brötcheneinkäufer zum Bäckerpavillon. Wenig später begann der lärmende Karawanenzug zu Fuß, per Rad, Bollerwagen mit Kind und Kegel, ebbte kurzzeitig ab, schwoll zur Tagesdauer an, hatte nicht geendet, wenn ab 20 Uhr irgendwo in einem nahen Lokal Livemusik erscholl. War diese gegen Mitternacht verklungen, hielt das freudig, laute Straßentreiben der heimwärtsziehenden Nachtschwärmer stundenlang an. Zwischen 3 und 6 Uhr herrschte Ruhe, 1. Urlauber-Bürgerpflicht im Zentrum von Dierhagen Strand, Ruhe vor unserer als zentral gelegenen und ruhig gepriesenen Ferienwohnung, bis auf das Krächzen der Krähenschwärme, die sich ab sechs laut über Futterquellen informierten, erst von dannen zogen, als die Urlauber zwischen Strand und Dierhagen ausschwärmten.
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Renate Jung aus Erfurt | 28.08.2012 | 21:10  
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