Schalmeien, Salz und Handball

Salzprinzessin ist vielseitig interessiert – Denkt mit Wehmut an das Ende ihrer Amtszeit im August


ARTERN. Um Prinzessin zu werden, musste der Zufall ein wenig ­mithelfen. Zwar liebäugelte Sarah Schulz schon immer mit dem Titel der Salzprinzessin, aber erst dieser ­Flyer, in welchem der Salineverein für eine neue Titelträgerin warb, ließ sie zur Tat schreiten und einen Bewerbungsbogen ausfüllen. „Meine Familie hat mich dabei unterstützt“, sagt die Handballerin des HV 90 Artern, die derzeit mit einer Schulterverletzung pausieren muss.

 Mit Blick auf das Ende ihrer gut zweijährigen Amtszeit als 7. Salzprinzessin im August, wird sie allerdings schon etwas wehmütig. Denn in diesem Amt ihre Heimatstadt zu repräsentieren, das ist ihr nicht nur Ehre, sondern auch echtes Anliegen. „Artern hat mehr zu bieten, als es oft den Anschein hat.“ Artern ist manchem Thüringer nur durch die Zentrale ­Bußgeldstelle ein Begriff. Doch die weckt sicher keine positiven Emotionen in Bezug auf den Ort im Norden des Freistaates.

 Die angehende Rechtsanwaltsfachangestellte findet beispielsweise – nicht ungewöhnlich für eine Salzprinzessin – die Saline und den ­Salinepark besonders schön. Sie mag die Menschen und die Feste in der Stadt, die immer etwas ganz Besonderes seien. Und all die Sehens­würdigkeiten, die sich die Thüringer ruhig ­anschauen sollten. Und das Soleschwimmbad.

 In ihrem Amt geht „Sarah I.“ so richtig auf. Mit Hof­dame Saskia Töpfer, die gleichzeitig ihre Freundin ist, hat sie jede Menge Spaß. „Ohne sie wäre das Amt nur halb so schön“, erklärt die junge Frau. Saskia ist fast immer dabei, bei all den offiziellen Terminen. Auf dem Weihnachtsmarkt, der vielleicht nicht so groß ist wie anderswo, aber eine sehr gemütliche Atmosphäre verbreite. Oder auf dem Zwiebelmarkt.

 „Autogramme habe ich schon bis nach Frankfurt/Oder verschicken dürfen. Das ist eine große Ehre“, sagt Sarah Schulz. Genauso, wie die Momente, wenn kleine Mädchen vor ihr stehen und sie schüchtern um eine Autogrammkarte bitten. „Das ist einfach nur süß.“

 Ab August hat sie dann auch wieder mehr Zeit für ihr zweites Hobby: Seit 2004 spielt sie im SOA – dem Schalmeienorchester Artern. Auch mit dem ist sie bereits viel herumgekommen im Land. Und wenn am 31. August der 7. Countdown der Schalmeienorchester in Artern gestartet wird, will sie wieder mit dabei sein. Allerdings nicht mehr als Salzprinzessin, sondern mit ihrem Instrument in der Hand.
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