Trink, oh Auge, was die Wimper hält...

Tag der Umwelt
Der 5. Juni, 1. Mittwoch des neuen Monats, beliebter Entdeckungstag der Seniorengruppe der GEW des Kyffhäuserkreises, ein Sonnentag nach vielen trüben Regentagen. Um 13 Uhr trafen wir uns am Teich in Langenroda, einem schönen Ortsteil von Wiehe, zur Kremserfahrt. Für uns 30 Frauen und Männer reichte ein Gefährt nicht aus, zwei wurden mit reichlich Picknickware, Brötchen mit frisch Geschlachtetem, sauren Gurken und vielerlei Getränken, beladen.
Die erste Fuhre zog laut tuckernd eine historisch wertvolle Maschine, ein Bulldog, liebevoll gepflegt, voll funktionstüchtig. Schon das Starten der alten englischen Zugmaschine, dem wir an diesem Nachmittag mehrmals zusehen durften, war ein Erlebnis. Der zweite Kremser wurde von einer moderneren, leiseren Maschine gezogen.
Meistens ging es bergauf, immer durch die herrliche Landschaft Hohe Schrecke, ein Naturschutzgroßprojekt, gefördert von der Naturstiftung DAVID, dem Bundesnaturschutz chance natur, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie dem Land Sachen-Anhalt.
Die Langenrödaer, Frau Bauer als Fremdenführerin und Herr Bauer als Forstmann, waren unsere sachkundigen Begleiter. Dank ihres umfangreichen Wissens erfuhren wir viel Interessantes über diese geschichtsträchtige Gegend, das Naturschutzgroßprojekt, Flora, Fauna und Geologie des Gebietes Hohe Schrecke, Alter Wald mit Zukunft.
Wir kennen nun die Probleme, die sich ergeben, wenn auf den durch Windbruch kahlen Flächen (Kalamitätsflächen) wieder Buchen- und Eichenwälder entstehen sollen. Der hohe naturschutzfachliche Wert der Stillgewässer mit ihrem Artenreichtum ist uns jetzt bekannt. Und wir wissen, warum sie auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lossa entstanden sind.
Die Bedeutung der Altholzinseln für Fledermäuse, Vögel und Insektenvielfalt wurde uns genauso erklärt wie die Eroberung des Gebietes durch Luchse, Waschbären, eventuell auch Wölfe in der Gegenwart und Zukunft. Begriffe wie Horst, Trittsteinbiotop, Wirtschaftswald, europäische Naturschutzgebiete zum Schutz von Pflanzen, Tieren und deren Lebensräumen wurden uns nahe gebracht.
Ein Picknick auf einer Lichtung, eine Kaffeepause in Burgwenden sorgten für Abwechslung und Stärkung, auch für unsere Umgruppierung zu neuen Gesprächsrunden. Vor der Gaststätte genossen wir nicht nur Kaffee, Kuchen und Eis, sondern auch den warmen Sonnenschein, aufmunternd, belebend.
Bei der Verabschiedung vor 19 Uhr waren alle froh gestimmt und dankbar für den erlebnisreichen Nachmittag. Für die reibungslose Organisation dankten wir dem Ehepaaren Heidi und Rudolf Wendling sowie dem Ehepaar Weber aus Langenroda.
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