Polster für Gesundheitswesen

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Welches Gebäude befindet sich hinter dem Geldberg?
 
Wohin mit dem Überschuss
Unfassbarer Überschuss
Man lese und staune! Kassen haben Überschuss erwirtschaftet. Ja, ich meine die Krankenkassen. In Zeitungen war es zu lesen, im Radio und Fernsehen zu hören. Erst Gejammer übers viel zu teure Krankenwesen oder hieß es ausufernde Kosten des Gesundheitswesens!? Nun das: Beträchtlicher Überschuss! So beträchtlich der Betrag, dass die Politik Änderungen in Betracht ziehen müsse. Aber welche? Ratlose, unterschiedlichste Meinungen der Politiker waren zu hören, zu lesen. Man hat`s auch nicht leicht. Man regiert, hat nur die Finanzen im Kopf, und dann laufen die Dinge aus dem Ruder. Nun häuft sich Geld an, wo keines erwartet wurde, wo man Löcher prophezeit hatte. Die Politik muss reagieren, und zwar nachträglich wie immer, ausgleichend, beschwichtigend, beschenkend. Das muss gründlich überlegt, erwogen, diskutiert, abgestimmt werden, damit es nicht heißt, die Krankenkassen hätten sich und würden sich noch bereichern auf Kosten der Kranken.
Schwierig, äußerst schwierig! Gerechtigkeit wäre schön! Aber wie soll man voraussehen, wie viel Kinder in Zukunft geboren werden? Wie kann man erahnen, wie viel Frauen anschließend Kompressionsstrümpfe brauchen werden. Rechnet man falsch, so kann sich das verheerend auswirken, so verheerend wie in der untergegangenen DDR z. B.. Da bekamen von Varizen betroffene Frauen anfangs die Medikamente mit helfendem Rosskastanienauszug kostenlos. Erst gegen DDR-Ende mussten sie diese bezahlen. Aber die teuren Kompressionsstrümpfe wurden immer von der Kasse erstattet. Wo das u. Ä. hingeführt hat, ist bekannt.
Also bezahlen die Frauen der neuen BRD korrigierende Tröpfchen und vor schlimmen offenen Beinen bewahrende Kompressionsstrümpfe aus eigener Tasche. Frauen haben so unterschiedliche Beine. Damit demnächst kein Finanzloch in den Krankenkassen klafft, zahlen diese ihnen seit ein paar Jährchen nur die genormten Kompressionsstrümpfe. Wer die besseren, teureren Maßstrümpfe bevorzugt, muss den Ausgleich aufbringen. Herren-Maßanzüge kosten auch mehr Geld als die von der Stange.
Ich weiß, wovon ich schreibe. Meine Beine sind weder gesund noch schön, aber teuer. Antistax extra regelmäßig eingenommen hilft gegen Schmerzen, schützt hoffentlich weiterhin vor Schlimmerem. Es zu bezahlen ist mir zur Selbstverständlichkeit geworden. Kompressionsstrümpfe trage ich ständig. Zwei Paar stehen mir jährlich zu, d. h. erstattet die Kasse gegen einen Betrag von 10 Euro wie auch für andere gesundheitliche Hilfsmittel. Jetzt erstand ich das dritte Paar Kompressionsstrümpfe nach Maß in meiner Varizen-Patienten-Geschichte, zahlte zum dritten Mal 55 Euro, 45 als Ausgleich, weil ich keine genormten Beine habe, und die 10 üblichen Euro.
Freilich steht mir frei, auf ungerechte Zahlungen sowie Zuzahlungen zu verzichten. Man muss nicht schmerzfrei alt werden. Wegen schlechter Durchblutung könnte meine ererbte AMD-Augen-Erkrankung früher zur Erblindung führen als nötig. Also gönne ich mir maßgefertigte Kompressionsstrümpfe und zahle.
Meine Hoffnung auf mehr Gerechtigkeit ist verschwunden. Ich wäre froh, wenn die medizinische Forschung durch bessere finanzielle Unterstützung schneller Erfolge zu verzeichnen hätte.
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8 Kommentare
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Lutz Leipold aus Ilmenau | 19.03.2012 | 13:40  
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Stefanie Lachmann aus Weimar | 19.03.2012 | 16:04  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 19.03.2012 | 17:01  
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Lutz Leipold aus Ilmenau | 19.03.2012 | 17:10  
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Manfred Kappler aus Nordhausen | 19.03.2012 | 19:51  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 19.03.2012 | 20:30  
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Renate Jung aus Erfurt | 19.03.2012 | 22:19  
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Lutz Leipold aus Ilmenau | 19.03.2012 | 22:48  
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