Wahlkampf in Bad Frankenhausen

Wie man feststellen muss, sind die Inhalte der Bürgermeisterkandidaten zur anstehenden Wahl fast ähnlich. Man möchte den Tourismus stärken, die Wirtschaft und das Gewerbe sollen angekurbelt werden, die Abwanderung von Einheimischen soll gebremst werden und und und. Selbst zum Frühjahrsputz ruft man nacheinander auf. So stellt sich die Frage: Warum wird der amtierende Bürgermeister Matthias Strejc so vehement kritisiert und attackiert? Wird ihm etwas auf den Weg gebracht (Sanierung Innenstadt, Rettung Oberkirche, Entstehung Sole-Wasser-Vital-Park inkl. Hausmannsturm, neue Homepage, ...), so wird dies von den Herausforderern und deren Mitstreiter in Frage gestellt und auf weitere, zu erledigende Projekte verwiesen.

Es ist ein alter Spruch und er mag abgedroschen klingen, aber er trifft immer wieder zu: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut - aber schnell abgebrannt! Ich hoffe doch, dass es nicht der Wille der Bürgermeisterkritiker ist, dass zumindest der zweite Teil des Spruches auf Bad Frankenhausen zutreffen sollte. Unsere Kurstadt und die Ortsteile haben sich in den letzten Jahren weiter entwickelt. Dies geschah auch durch die Arbeit von Bürgermeister Strejc. In vielerlei Hinsicht war man sich im Stadtrat mehrheitlich einig, ja teilweise einstimmig, was für Projekte in Bad Frankenhausen wann und wie in Angriff genommen werden sollten. Da ist es schon verwunderlich, wie man sich im Wahlkampf in manchen Sachen anders positioniert als die eigene Stadtratsfraktion.

Weiterhin wirbt der eine oder andere Kandidat mit Utopie, die noch nicht einmal traumhaft wären. Auf der einen Seite warnt man vor unnötigen Investitionen und sinnlosem Verschleudern von öffentlichen Geldern, die zukünftig auch noch knapper werden. Auf der anderen Seite fordert man städtische Schulen, belegte Geschäftsräume, andere Straßenführung, weniger Erwerbslose durch mehr Firmen, usw. Mit welchen finanziellen Mitteln soll dies bewerkstelligt werden? Dazu erfährt man nichts. Des Weiteren fehlt es an Informationen und möglichem Fachwissen, wenn man konkrete Dinge hinterfragt. Wenn man schon attackiert, dann bitte mit dem nötigen Sachverständnis.

Manchmal scheint es schon so, dass man sich nicht anders zu helfen weiß, um dem Bürgermeister eins auszuwischen. Ein Beispiel ist die angebliche missbräuchliche Nutzung des Amtspostens. Jeder nutzt die ihm zur Verfügung stehenden medialen Mittel. Dies tut Herr Strejc genauso wie jeder Bürgermeister anderer Städte, ein Landrat, die Ministerpräsidentin oder gar die Kanzlerin. Daran ist nichts verwerflich. Unserem Landrat Peter Hengstermann wird vorgeworfen, die Kreisbereisung aus reinem Wahlkampf zu machen. Man geht doch davon aus, dass dies nicht so ist, da es seine Arbeit ist. Ein weiteres Beispiel ist die Kritik zum 34. Kyffhäuser Berglauf. Die Stadt Bad Frankenhausen ist mehr als dankbar über jeden einzelnen ehrenamtlich Aktiven. So auch all denjenigen Helfern zu diesem Event. Ich glaube kaum, dass es einen Politiker gibt, der jeden einzelnen Ehrenamtlichen seiner Kommune zu jedem einzelnen Anlass seinen besonderen Dank aussprechen kann. Das geht zeitlich überhaupt nicht. Ich glaube auch nicht, dass der Bürgermeister der Veranstalter des Meetings ist. Eigens dazu gibt es ja den Kyffhäuser-Berglauf-Verein. Und über mangelnde Unterstützung dürfte sich kein Verein der Stadt beschweren können.

Sicher ist es immer einfach, einem Amtsinhaber etwas vorzuwerfen, aber man sollte doch wirklich schauen, was die bisherigen Verdienste dessen waren. Und diese Objektivität denke ich, hat ein jeder Einwohner Frankenhausens und der Ortsteile.
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