Bei meiner Augenärztin

Tief in die Augen blicken lassen
Am 12. Mai hatte ich einen Augenarzttermin. Ich war mir sicher, dass sich meine Augen nicht verschlechtert hatten. Aber der Blick der Fachärztin, verstärkt durch Spezialgeräte, gewährt eine größere Sicherheit, dass bei meinem sehtüchtigen Auge der Zeitpunkt, wenn aus der trockenen die viel gefährlicher feuchte Makuladegeneration entsteht, nicht verpasst wird. Deshalb war ich trotz ruhiger Gewissheit aufgeregt. Anfangs sah es so aus, als würden wir pünktlich wieder zu Hause sein können. Doch da hatten wir uns getäuscht. Da eine Schwester erkrankt war, musste Frau Doktor die Befunde selbst aufschreiben. Sie nahm sich wie gewohnt für jeden Patienten genügend Zeit. So hatte ich Muse, mich nach Fachliteratur umzublicken. Die war wieder vorhanden. Außerdem entdeckte ich zwei Zeitschriften, die mich interessierten. „Weitersehen“ 2008, herausgegeben vom DBSV, (Deutscher Blinden-und Sehbehindertenverband) durfte ich mir mitnehmen. Darin stellte ich fest, dass es in Querfurt eine Selbsthilfegruppe gibt. Im „Augenlicht VisionCare“ las ich einiges.
Danach beobachtete ich die Mitpatienten. Ein schweigsamer Mann mittleren Alters zwang sich zur Ruhe. Einer recht fülligen, jungen Frau ohne Brille gelang dies nicht. Eine Dame fühlte sich für die Unterhaltung der Wartenden verantwortlich. Leider spie sie Gift und Galle. Mein demonstratives Augenschließen hielt sie nicht davon ab, eine über achtzigjährige, abwesende Aussiedlerin zu verunglimpfen. Es war nicht zu ertragen. Ich musste Augen und Mund öffnen. Auch die Füllige widersprach der Giftschlange. Als diese ins Sprechzimmer gerufen wurde, atmeten alle Anwesenden hörbar auf, auch die schweigsam neben mir Sitzende mit dem in sich gekehrten Blick. Ich wurde aufgerufen. Doch erstaunlich flink ging die Dame mit leidendem Gesichtsausdruck statt meiner ins Sprechzimmer. Später erklärte mir die Ärztin, dass man ihr durch eine OP hatte helfen können. „Die Glückliche“, dachte ich kurz, nutzte aber die Zeit, um die vorbereiteten Fragen beantwortet zu bekommen.
„Ja, die Vorsorgeuntersuchung auf AMD muss man selbst bezahlen. (20 bzw. mit Vorsorgeuntersuchung auf Grünen Star 25 Euro).“ „Ja, Ihre Augen sind nicht schlechter geworden.“ „Ja, NutrimedStulln ist eine Weiterentwicklung, das beste Nahrungsergänzungsmittel, das ich Ihnen außer einer augengesunden Ernährung empfehlen kann.“ Ihre Frage: „Nehmen Sie blutdrucksenkende Arznei? Ihre Warnung: „Passen Sie auf, dass Ihr Blutdruck nachts nicht zu weit absackt! Dann werden Ihre Augen nicht gut durchblutet.“ „Sonnenbrille ist für Sie ein Muss. Schützen Sie auch Ihren Kopf vor UV-Strahlen!“ Ich tat kund, mehrere Strohhüte zu besitzen. Sollte also in Zukunft jemand meinen mit Strohhut behüteten Kopf verwundert anschauen, so kriegt er zu hören: „Der Hut ist augenärztliche Verordnung. Er schützt Kopf und damit auch Augen vor schädlicher Strahlung. Du solltest auch einen tragen.“
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11 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 15.05.2011 | 12:39  
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Diana Müller-Zeising aus Erfurt | 15.05.2011 | 20:09  
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Hannelore Grünler aus Artern | 15.05.2011 | 20:22  
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Gerald Kohl aus Erfurt | 15.05.2011 | 20:27  
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Hannelore Grünler aus Artern | 15.05.2011 | 20:31  
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Hannelore Grünler aus Artern | 16.05.2011 | 17:35  
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Gerald Kohl aus Erfurt | 16.05.2011 | 20:18  
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Hannelore Grünler aus Artern | 16.05.2011 | 20:38  
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Gerald Kohl aus Erfurt | 16.05.2011 | 20:40  
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Hannelore Grünler aus Artern | 16.05.2011 | 20:43  
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Hannelore Grünler aus Artern | 30.04.2012 | 13:16  
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