Schokoladentaler

Schokoladentaler für Naschkatzen
Ausflug der GEW-Naschkatzen und Naschkater
Am Mittwoch, dem 15. 2. 2012, war die Seniorengruppe der GEW im neuen Zweigbetrieb der Goethe Schokoladentaler Manufaktur in 06578 Oldisleben, Gewerbegebiet 13, und zwar ohne mich. Das hatte seinen Grund.
Während der vierzehntägigen Frostperiode war mein Blutdruck zu hoch gewesen. Deshalb hatte ich täglich zwei senkende Tablettchen eingenommen, nicht weil es mir Onkel Doktor am Jahresende geraten hatte, sondern weil die Angst um meine kranken Augen groß wurde. Ich war sehr vorsichtig, maß oft und kam gut zurecht. Als der Wetterumschwung angesagt war, stellte ich fest, dass eine Tablette reichen würde, ließ sie aber dummerweise nicht am Morgen weg, sondern beschloss, das abends zu tun. Bestimmt wollte mein kluger Körper sicher gehen, dass es nicht vergessen würde. Nachdem der Blutdruck nach der Arzneieinnahme gefährlich in die Höhe geschnellt war, sackten er und die Pulsfrequenz mittags tief in den Keller. Ach, war mir am 13. 2. gegen 12 Uhr übel bei einem Blutdruck von 103 zu 72 und 36 Pulsschlägen. Am 14. 2. ging es mir am Abend ähnlich schlecht. So blieb ich am Mittwoch schweren Herzens zu Hause, bat meinen Mann um Aufnahmen vom Aufenthalt der Senioren in der Schokoladentaler-Manufaktur und einen Katalog derselben.
Außer der notwendigen 30-minütigen Konzentration auf englische Grammatik meinem Zopfmädchen zuliebe verbrachte ich einen ruhigen Nachmittag. Vor 18 Uhr war mein Guter wieder daheim, erzählte angeregt, zeigte mir die gewünschten Kataloge und Handyfotografien und überreichte mir ein Tütchen mit fünf HANDMADE SCHOKOLADENTALERN, dekorativ verpackt, lecker anzuschauen. Trotzdem überlebte die zusätzliche Valentinsgabe den Abend; denn ich zwang mich an den Laptop, setzte den fälligen Bericht ins Internet und bearbeitete wenigstens einige der 38 neu eingegangenen E-Mails.
Im E-Mail-Center fand ich am Ende meiner abendlichen PC-Arbeit die vermissten Zeilen zum mittags eingetroffenen Umschlag mit einem glasklaren Augenkristall als Geschenk zum Ausprobieren. Es gibt liebe Menschen! Sollte der Kristall meinen Augen gut tun oder sie gar heilen, werde ich unter den AMD-Patienten Werbung für das Steinelädchen machen.
Ilmkristall Inh. Lutz Leipold,
Lindenstraße 31,
98693 Ilmenau,
Tel. 036 77/20 81 830
Versprochen, Lutz! Ach, wäre das schön! Allein in unserem kleinen Städtchen Wiehe gibt es acht AMD-Patienten, drei Männer, fünf Frauen, von denen ich weiß. Als Betroffene erfährt man erfahrungsgemäß eher vom Leid anderer. Aber da nicht jeder seine jetzige Behinderung und zu befürchtende Erblindung zugeben mag, könnten es durchaus mehr an AMD Erkrankte sein, die je nach Schwere ihres Leidens auf vieles verzichten müssen und auch an Folgeerkrankungen leiden, wie z. B. Schwindelattacken oder Depressionen. Für uns AMD-Patienten ist jeder Tag, den wir länger lesen, fernsehen, Gesichter erkennen, selbständig sein können, ein Geschenk.
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4 Kommentare
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Uwe Zerbst aus Gotha | 16.02.2012 | 22:14  
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Renate Jung aus Erfurt | 17.02.2012 | 00:15  
3.760
Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 17.02.2012 | 21:17  
12.763
Renate Jung aus Erfurt | 17.02.2012 | 21:30  
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