In Langenroda ticken die Uhren anders

Am Unstrutwehr in Wendelstein
In Langenroda ticken die Uhren anders

Die E-Mail an alle Sportskolleginnen ist gesendet. Unsere Mittwochstour soll uns nach Memleben in die Kaiserpfalz führen.

Die Kirchturmuhr schlägt 17.00 Uhr – wo bleibt Inge? Ich fahre zu ihr nach Hause, frage die Schwiegertochter, aber da erscheint Inge und entschuldigt sich, dass sie noch nicht bereit ist. „Was meinste, packen wir die Badesachen ein?“ O.K. schnell noch den Einteiler und ein Handtuch eingepackt. Endlich können wir mit 10 Minuten Verspätung los.

Wir quälen uns bei schwüler Hitze die Langenrodaer Straße hoch und ...?
3 Langenrodaer sollten dort bereits auf uns warten.
Na gut, dann warten wir eben. Nichts – wir fahren weiter nach Wiehe. Die Wieheschen Frauen sind pünktlich und erwarten uns schon. Wir schnattern alle auf einmal los – warum wir ohne die Langenrodaer kommen usw. Ins Bad wollte dann doch niemand und siehe da, die Langenrodaer kommen schon von weitem rufend „Ihr seid ja schon da! Wir haben auf euch gewartet ...!" Ein Uhrenvergleich klärte uns auf, dass die Uhren in Langenroda anders ticken. Egal, endlich alle Tourteilnehmer zusammen fuhren wir los ´gen Memleben. Bis Wendelstein war alles perfekt. Dann hatte aber Tarena eine gute Idee – wir fahren auf dem Unstrutdamm nach Memleben. Am Wendelsteiner Wehr vorbei durch ein Privatgehöft (Erlaubnis erteilt ein Schild am Eingang) landeten wir im hohen Gras. Dort drüben müsste die Unstrut sein. Unwegsames Gelände vermieste uns die Fahrt dorthin.

„Da links oben ist die Straße. Wir brauchen nur durch die Kirschplantage und schwupp sind wir auf der KAP-Straße, dann rollern wir bis Memleben.“ Ein Haus oben war unsere Orientierung. Es sah auch gar nicht weit aus. Aber der Weg bis dorthin erwies sich als eine Tortur. Das Gras wurde immer Höher, der Berg immer steiler, das Fahrrad zu schieben immer schwerer. Ein zurück gab es nicht. Trotzdem lachten und scherzten wir und erreichten endlich die ersehnte Straße. Nach einer kurzen Verschnaufpause rollerten wir unserem Ziel entgegen.

Hunger machte sich in meinem Magen breit. Kaiserpfalz – geschlossen, Eisdiele und Restaurant – geschlossen. In der Hoffnung, dass das „Storchennest“ noch geöffnet hat, radelten wir weiter. Schon von weitem sahen wir Gäste vor dem Restaurant sitzen. Wir stellten unsere Fahrräder ordnungsgemäß ab und zählten unser Geld. Ich hatte 2,56 – für ein Würstchen müsste es reichen. Die anderen hatten reichlicher vorgesorgt. Wir nahmen Platz, bestellten Wein, Sprite, Saft, Cyros mit Pommes, Putenschnitzel usw. Wir überschlugen die Rechnung – zum Glück musste niemand zum Abwaschen dableiben. Das Geld reichte, sogar noch für ein Trinkgeld. Gut gestärkt traten wir den Heimweg an, hatten ca. 30 km auf dem Km-Zähler und waren gegen 21.30 Uhr wieder zu Hause.

Na dann bis nächsten Mittwoch ...
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8 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 05.07.2012 | 17:45  
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Karin Jordanland aus Artern | 05.07.2012 | 19:36  
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Hannelore Grünler aus Artern | 05.07.2012 | 20:16  
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Karin Jordanland aus Artern | 05.07.2012 | 20:25  
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Hannelore Grünler aus Artern | 05.07.2012 | 21:04  
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Renate Jung aus Erfurt | 05.07.2012 | 21:37  
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Karin Jordanland aus Artern | 05.07.2012 | 21:53  
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Renate Jung aus Erfurt | 06.07.2012 | 10:25  
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