Anti-Weihnachtsbäume

Anti-Weihnachtsbaum
Lesekreis in der Adventszeit
Am 9. 12. 2011 wollten wir uns wieder im Wartezimmer der Zahnarztpraxis treffen. Ich hatte beschlossen, der Einfachheit halber eine fertige Weihnachtsgeschichte vorzulesen, suchte vergebens die Bücher. Gedichte fand ich, aber zum Vorlesen hätte ich sie abschreiben müssen. Da konnte ich gleich eine eigene Geschichte nehmen; denn die spukte mir schon im Kopf herum, bestehend aus Erinnerung und zwei Weisheiten über das Wünschen. Erstens: Gebt Acht auf eure Wünsche, sie könnten in Erfüllung gehen! Zweitens: „Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.“ (Goethe, „Aus meinem Leben“)
Ich machte aus dem KÖNNTEN IN ERFÜLLUNG GEHEN ein GEHEN IMMER IN ERFÜLLUNG. Der Wunsch der Kinderjahre nach einer großen Babypuppe wurde zum Kinderwunsch, zur Familienplanung. Unsere Kinder von 4400 g. bzw. 4500 g. und einer Länge von 57 bzw. 58 cm bei ihrer Geburt konnten als große Babypuppen gelten. Der Kinderweihnachtswunsch erfüllte sich zweimal, nämlich in den Geburtsjahren unserer Kinder. Wenn dann eine 75-Jährige liest, sie wolle sich lieber keine Babypuppe wieder wünschen, da in der Weihnachtswunderzeit dieser Wunsch in Erfüllung gehen könne, so müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn dies kein Lachen oder zumindest Schmunzeln hervorriefe. Es gab Lacher, Schmunzler und einen Kommentator. „Das war eine philosophische Geschichte.“ Ich war`s zufrieden, möchte aber mein kleines Werk noch einmal überarbeiten. Das wievielte Mal? - Aller guten Dinge sind DREI.
Unser Hahn im Korbe wünschte, dass wir der Reihe nach lesen sollten. Die Jüngste sollte beginnen. Ich drängelte mich vor, die anderen entschieden die Reihenfolge nach dem Inhalt ihrer Erzählungen. Also folgte auf meine Erzählung über den spät erfüllten Wunsch, ein WUNSCHZETTEL, ein langes, schönes WEIHNACHTSGEDICHT, das die einst 9-Jährige, neben dem Altar stehend, rezitiert hatte, eine Geschichte, in der die alten Lieder versteckt wurden, Ostereier am Baum hingen und die Weihnachtstradition sich trotz allem behauptete, zwei Liebesgeschichten und zwischendurch Humoristisches. Schnell waren zwei Stunden vergangen, zwei Stunden mit Lesen, Zuhören, Besinnung, Schmunzeln, Lachen, Genießen von Tee und Naschwerk und immer wieder Diskutieren über Probleme unserer unruhigen Zeit.
Ich verabschiedete mich wie meistens als Erste, da Manfried mich abholte, meine Zeit der ungestraften Aktivität längst vorüber war. Ich wünschte den anderen alles Gute, vor allen Dingen Gesundheit und Besinnlichkeit, wünschte ihnen einen guten Rutsch ins Jahr 2012.
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10 Kommentare
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 14.12.2011 | 21:23  
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Hannelore Grünler aus Artern | 14.12.2011 | 21:37  
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Renate Jung aus Erfurt | 14.12.2011 | 23:00  
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Antje Hellmann aus Jena | 15.12.2011 | 07:59  
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Hannelore Grünler aus Artern | 15.12.2011 | 08:01  
1.616
Lutz Leipold aus Ilmenau | 15.12.2011 | 10:31  
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Renate Jung aus Erfurt | 15.12.2011 | 12:21  
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Hannelore Grünler aus Artern | 20.12.2011 | 22:27  
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Hannelore Grünler aus Artern | 21.12.2011 | 22:31  
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Petra Seidel aus Weimar | 25.12.2011 | 17:24  
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