Im Lesekreis

BlumenBilder im Gespräch
 
bewunderter Blumenkorb
Regine und Maria Sibylla Merian
Am Freitag, dem 30. 9. 2011, war ich wieder im Heimathaus. Regine hielt ihren Vortrag über die Naturwissenschaftlerin und Zeichnerin Maria Sibylla Merian, einen interessanten Beitrag zu unserer Reihe „BEDEUTENDE FRAUEN“. Sie meisterte ihr Thema mit Bravour. Ich hatte daran nicht gezweifelt, war aber doch erstaunt, wie gut sie sprach. Durch ein Buch und die darin veröffentlichten Pflanzenbilder war sie auf die Merian aufmerksam geworden. Von uns acht Lesekreis-Teilnehmern hatte vorher niemand diese bedeutende Frau gekannt. Alle waren wir skeptisch gewesen.
Kurz nach dem 30-Jährigen Krieg als Tochter eines bekannten Kupferstechers geboren, ging das an der Natur interessierte Mädel auch als Ehefrau und Mutter unbeirrt den einmal eingeschlagenen Weg, beobachtete, forschte, reiste, sammelte, zeichnete Pflanzen, Insekten, vor allen Dingen Schmetterlinge, daheim und in der Fremde, schuf Kupferstiche und kolorierte sie, gab Bücher heraus. Maria Sibylla Merians Schaffen beeinflusste Naturforscher, Künstler und Verleger, so dass ihre Handschrift in den Zeichnungen anderer wiedererkannt werden kann, sie bis heute nicht vergessen ist, obwohl sie verarmt starb. Eine Grundschule mit immerhin 300 Schülern und einem guten Lehrprogramm sowie ein Gymnasium tragen ihren Namen.
Regines Vortrag und einige Daten aus dem Internet im Gedächtnis und Gemälde von Tieren und Pflanzen im Blick diskutierten wir eifrig über Themen wie: Rolle der Frau in Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft, Beeinflussung der Zeitgenossen und später Geborenen, Zusammenhang zwischen Naturforschung und Kunst, auch Buchdruck.
In diesem kleinen Kreis wurden Frau Mottoks Gemälde noch einmal kritisch betrachtet, ihre Ehrlichkeit und ihr Hobby gewürdigt. Den anderen gefielen wie mir die bescheidenen Blumenbilder am besten. Keiner hätte sich malend ans „Schokoladenmädchen“ getraut, es so groß dargestellt. Alle sind wir Liebhaber der schönen Künste, aber keine Künstler. Ich stellte still für mich fest, dass mein Großer mit seinen Handy-Fotos die Vernissage treffend festgehalten hatte. Die Hauptsache waren wirklich die Betrachter der Gemälde gewesen. Nach dem Motto „weniger ist mehr“ könnte ich eventuell behutsam löschen.
Regine und Maria Sibylla Merian
Am Freitag, dem 30. 9. 2011, war ich wieder im Heimathaus. Regine hielt ihren Vortrag über die Naturwissenschaftlerin und Zeichnerin Maria Sibylla Merian, einen interessanten Beitrag zu unserer Reihe „BEDEUTENDE FRAUEN“. Sie meisterte ihr Thema mit Bravour. Ich hatte daran nicht gezweifelt, war aber doch erstaunt, wie gut sie sprach. Durch ein Buch und die darin veröffentlichten Pflanzenbilder war sie auf die Merian aufmerksam geworden. Von uns acht Lesekreis-Teilnehmern hatte vorher niemand diese bedeutende Frau gekannt. Alle waren wir skeptisch gewesen.
Kurz nach dem 30-Jährigen Krieg als Tochter eines bekannten Kupferstechers geboren, ging das an der Natur interessierte Mädel auch als Ehefrau und Mutter unbeirrt den einmal eingeschlagenen Weg, beobachtete, forschte, reiste, sammelte, zeichnete Pflanzen, Insekten, vor allen Dingen Schmetterlinge, daheim und in der Fremde, schuf Kupferstiche und kolorierte sie, gab Bücher heraus. Maria Sibylla Merians Schaffen beeinflusste Naturforscher, Künstler und Verleger, so dass ihre Handschrift in den Zeichnungen anderer wiedererkannt werden kann, sie bis heute nicht vergessen ist, obwohl sie verarmt starb. Eine Grundschule mit immerhin 300 Schülern und einem guten Lehrprogramm sowie ein Gymnasium tragen ihren Namen.
Regines Vortrag und einige Daten aus dem Internet im Gedächtnis und Gemälde von Tieren und Pflanzen im Blick diskutierten wir eifrig über Themen wie: Rolle der Frau in Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft, Beeinflussung der Zeitgenossen und später Geborenen, Zusammenhang zwischen Naturforschung und Kunst, auch Buchdruck.
In diesem kleinen Kreis wurden Frau Mottoks Gemälde noch einmal kritisch betrachtet, ihre Ehrlichkeit und ihr Hobby gewürdigt. Den anderen gefielen wie mir die bescheidenen Blumenbilder am besten. Keiner hätte sich malend ans „Schokoladenmädchen“ getraut, es so groß dargestellt. Alle sind wir Liebhaber der schönen Künste, aber keine Künstler. Ich stellte still für mich fest, dass mein Großer mit seinen Handy-Fotos die Vernissage treffend festgehalten hatte. Die Hauptsache waren wirklich die Betrachter der Gemälde gewesen. Nach dem Motto „weniger ist mehr“ könnte ich eventuell behutsam löschen.
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1 Kommentar
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Petra Seidel aus Weimar | 23.10.2011 | 19:31  
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