Nikolaitor bleibt weiter gesperrt

Weitere Sanierung und nächste Schritte zur künftigen Verkehrsregelung

EISENACH. Die Arbeiten zur Sanierung und Restaurierung am Nikolaitor sind inzwischen soweit vorangekommen, dass Anfang Dezember das Gerüst abgebaut wird und das historische Stadttor in neuem Glanz wieder zu sehen ist. Über den genauen Termin wird rechtzeitig öffentlich informiert.

“Als nächstes stehen nun die Untersuchung von Fundament und Sockel des historischen Tores auf dem Programm”, sagt Bürgermeister Andreas Ludwig. Erste Schachtarbeiten haben dazu am Sockel bereits begonnen. Das Nikolaitor wird deshalb auch weiter für den Verkehr gesperrt bleiben – voraussichtlich bis zum Frühjahr 2015.

Wenn die erforderlichen Gutachten (Schwingungsgutachten) über den Baugrund des Tores und den Zustand des Sockels vorliegen, wird auch erst der Umfang der weiteren Sanierungsarbeiten feststehen. Zudem ist noch die Finanzierung der Arbeiten, die für 2015 vorgesehen sind, noch zu klären. Entsprechende Anträge auf Fördermittel sind derzeit in Arbeit.

Außerdem hängt der Beginn dieser Arbeiten im nächsten Jahr auch vom Wetter ab.
Deshalb will die Stadtverwaltung die nächsten Wochen nutzen, um einen Konsens für die künftige Verkehrsführung durch das historische Nikolaitor zu finden. Die Möglichkeiten reichen von völliger Schließung des Nikolaitores bis zur Freigabe wieder in beiden Richtungen. Denkbar ist ebenso, das Tor – wie derzeit - nur für eine Fahrtrichtung (vom oder zum Karlsplatz) frei zu geben. Fakt ist aber, dass der Verkehr durch das Tor dem historischen Bauwerk schadet. 7.000 Fahrzeuge passierten vor der Sanierung täglich das Nikolaitor, davon 4.000 in Richtung Karlsplatz sowie rund 500 Busse und über 100 Lkw. Die Erschütterungen führten bereits zu Rissen im Putz und teilweise auch im Mauerwerk.

"Wir wollen gemeinsam mit den Bürgern diskutieren und gemeinsam eine Lösung erarbeiten", sagt Bürgermeister Ludwig und betont: "In der Diskussion ist natürlich nicht allein der Verkehr durch das Nikolaitor zu beachten, auch die Auswirkungen auf die umliegenden Straßen und deren Anwohner müssen überlegt werden." Vor allem Ufer, Schiller- und Löberstraße sind betroffen. "Wir wollen aber auch eine Innenstadt, die weiter mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreichbar ist."

Einbezogen werden sollen zunächst der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Sport sowie die Arbeitsgruppe Verkehr. Die dort erarbeiteten Vorschläge werden dann in einer Einwohnerversammlung vorgestellt, zu der Anfang 2015 eingeladen wird.
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