Verkehrsplanung in Eisenach

Gemeinsamer Dialog mit den Einwohnern

EISENACH. Als "engagiert, sachlich und fair" bezeichnete Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf die gestrige Diskussion auf der Einwohnerversammlung zum Thema Verkehrsplanung in Eisenach. Vorgestellt wurden neben dem mittelfristigen Verkehrskonzept für die Stadt auch die Radwegeplanungen, Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung in der Innenstadt und Verkehrszählungen.

"Das sind wiederkehrende Themen in der Bürgersprechstunde", sagte Katja Wolf. Denn jeder Eisenacher und jede Eisenacherin ist in irgendeiner Weise Verkehrsteilnehmer – ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Bus oder als Autofahrer.
Das Verkehrskonzept der Stadt sieht langfristig einen Ausbau der Knotenpunkte (Kasseler Straße, Clemdastraße, Kreuzungen an der Rennbahn) vor.

Perspektivisch sollen in der Innenstadt mehr verkehrsberuhigte Bereiche oder zeitliche Sperrungen von Straßen (darunter die Sophienstraße und Alexanderstraße) eingerichtet werden. Ausgebaut werden soll – so ist es in einem Beschluss des Bau- Umwelt und Verkehrsausschusses festgelegt – die Goldschmiedenstraße. 2014, wenn zeitgleich der TAV Bauarbeiten in der Straße beginnt, sollen die Arbeiten starten.
Verschiedene Verkehrszählungen geben Aufschluss darüber, wo es Belastungen durch Autofahrer, aber auch Entlastungen durch zum Beispiel neue verkehrsleitende Maßnahmen der Stadtverwaltung gegeben hat.

Zu diesen gehört die Einbahnstraßen-Regelung hinter der Georgenkirche am Markt. Vor der Regelung fuhren hier noch rund 4.400 Fahrzeuge täglich, anschließend halbierte sich der Verkehr auf zirka 2.200-2.500 Fahrzeuge pro Tag. Auch die Katharinenstraße ist entlastet worden. Dagegen ist ein Anstieg des Verkehrs unter anderem in der Nicolaistraße, der Sophienstraße und der Löberstraße zu beobachten. Dort sind noch verkehrslenkende Maßnahmen erforderlich. Hinsichtlich der Lastkraftwagen (LKW) fällt die Bilanz positiv aus. Im Innenstadtbereich dürfen nur noch solche LKW unterwegs sein, die Waren liefern und entsprechende Lieferscheine vorweisen können. Für alle anderen ist der Bereich tabu.

"Wir wollen den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen", sagte Andreas Ludwig, Dezernent für Bauwesen und Umwelt. Er sprach sich gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Katja Wolf für den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Thema aus. Deshalb sollen in Kürze mehrere Arbeitsgruppen zu Verkehrsthemen gebildet werden. An diesen Arbeitsgruppen können sich alle interessierten Eisenacher und Eisenacherinnen beteiligen. Der genaue Zeitpunkt wird noch bekanntgegeben.
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