Enrico Radloff aus Gerstungen in weltweiter Assoziation der Hochzeitsfotografen

Bildidee und Ausführung müssen eine Einheit bilden – natürlich bei dem richtigen Licht; so erarbeitete sich Enrico Radloff die Auszeichnung. (Foto: Enrico Radloff)
Enrico Radloff lebt im thüringischen Gerstungen und wurde unlängst als einer von zwei Thüringern in die Wedding Photojournalist Association (WPJA) aufgenommen. Damit zählt er zu den besten Hochzeits- Fotografen weltweit. Bei einem Wettbewerb der Vereinigung belegte er nun mit zwei Bildern einen ersten und einen sechsten Platz. Dabei hat der gebürtige Eisenacher keine klassische Fotografenausbildung absolviert und rutschte eher zufällig ins Metier hinein. Wir sprachen mit ihm über seinen Weg.
Wann haben Sie mit dem Fotografieren begonnen? Gab es eine Initialzündung?
Fotografie und Kunst haben mich schon immer interessiert. Aber erst Weihnachten 2006 habe ich mir die erste Spiegelreflexkamera zugelegt, um endlich ordentliche Bilder von meinem Sohn machen zu können. Im Frühjahr habe ich dann erste Schritte in die Makro- und Naturfotografie unternommen. Immer wenn ich Zeit hatte, bin ich kurz vor Sonnenaufgang losgezogen, um das spezielle Licht dieser kurzen Zeitspanne zu nutzen. Denn für mich zählt in der Fotografie nur eins: das perfekte Licht. Ein Jahr später gewann ich mit diesen Bildern die ersten Wettbewerbe. Zu der Zeit engagierten mich Bekannte für die erste Hochzeit und das war der Beginn.
Wie sieht Ihre tägliche Arbeit aus?
Die meiste Zeit meiner täglichen Arbeit verbringe ich mit der Bildbearbeitung. Von April bis Oktober fotografiere ich jeden Samstag (und oft auch Freitag) auf einer Hochzeit. Da ich mit meinen Bildern die Geschichte dieses besonderen Tages erzählen möchte, begleite ich meine Paare mindestens sechs Stunden - meist sogar den ganzen Tag über. Ich bin mein eigener Chef und kann mir meine Auftraggeber aussuchen. Allerdings arbeite ich mit einer der weltweit größten Agenturen "Getty Images" im Bereich Sport und Event zusammen. Das hat mich schon zu sehr interessanten Fotoreportagen mit einigen Sportgrößen gebracht. Außerdem fotografiere ich für die lokale Presse die Spiele des ThSV Eisenach - wenn nicht gerade eine Hochzeit am selben Termin stattfindet. Haben Sie ein Studio?
Nein. Ich bin kein Passbildfotograf und mir gefällt das künstliche Studiolicht nicht. Ich arbeite fast ausschließlich mit dem Licht der Natur. Zum Beispiel fotografiere ich neben den Hochzeiten und dem Sport sehr gerne Kinder. Die stelle ich auch nicht vor eine Wand, sondern nutze lieber das natürliche Licht auf einer Wiese oder am Waldrand. Was den Kindern im Übrigen auch viel mehr Spaß macht.
Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit wichtig?
Als erstes muss mir die Arbeit Spaß machen, denn nur so komme ich auf kreative Ideen, die eine besondere Bildwirkung erzielen. Und ich möchte, dass meine Bilder so natürlich wie möglich rüberkommen. Sicher gehören auch gestellte Aufnahmen dazu, die Kunst ist es aber, sie eben nicht "gestellt" wirken zu lassen.
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