Krieg und Frieden: Kurzfristige Planung: Verein präsentiert sein Festival-Programm "Musik reformiert - reformierte Musik"

Susanne Sobko aus Eisenach ist seit einem Jahr Vorsitzende des Vereins Sängerkrieg e.V.
Von Wolfgang Rewicki

EISENACH. Die Tradition ist schier unverwüstlich: Der Begriff "Sängerkrieg” ist wohl nicht auszurotten, was auch die Mitglieder des gleichnamigen Vereins wissen. Aber, so erklärt die Vereinsvorsitzende Susanne Sobko, man habe seinen Frieden damit gemacht. Und so heißt auch das, was der im Jahre 2005 gegründete Verein seit 2006 auf die Beine gestellt hat, eben "Sängerkrieg-Festival”.

Die Idee an sich ist so gut, dass man schon ein wenig erstaunt sein darf, dass nicht schon andere den Gedanken viel früher aufgegriffen haben. Den Gedanken, im Dunstkreis der Wartburg die Tradition des kreativen künstlerischen Wettstreitens im Heute fortzuführen. Und das eben nicht in Form eines historisierenden Spielmann-Spektakels, sondern mit führenden Künstlern unserer Zeit. So ist um so mehr zu würdigen, dass sich die 15 Vereinsmitglieder nach zwei Jahren Pause wieder an das Projekt herangewagt haben und - allerdings sehr kurzfristig - ihre Planung für die diesjährige Ausgabe des Festivals vorstellen.

Passend zum Jahresthema der Reformationsdekade "Reformation & Musik” lautet das Motto in "Musik reformiert - reformierte Musik”. "Reformiert ist zunächst einmal schon das Format des Festivals - passend zur Kleinstadt Eisenach wird das Programm gestreckt und es gibt bis November in jedem Monat ein Konzert”, so Vereinsvorsitzende Susanne Sobko.

Beibehalten wurde die Idee, jedes Konzert an einem anderen Veranstaltungsort zu organisieren, ebenso wie der Wunsch, mit breiter Vielfalt und hohem Niveau viele Menschen zu erreichen sowie die Eintrittspreise niedrig zu halten. Und dass gerade die Wartburg als Spielstätte nicht vertreten ist, das sei nur der kurzfristigen Planung geschuldet.

Solch kurzfristige Planung bedeutet aber auch, keine öffentlichen Fördertöpfe mehr anzapfen zu können. So können die Vereinsmitgliedern nur hoffen, dass möglichst reichlich Publikum in die Konzerte strömt und sie, wenn der große Schlussstrich gezogen wird, mit einer schwarzen Null und also mit heiler Haut davonkommen.

PROGRAMM:

• 22. Juni, 20 Uhr, Martin- Luther-Gymnasium, Stephan Krawczyk: "Erdverbunden, luftvermählt” Der Träger des Preises der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" über das Thema Martin Luther. Dazu sind neue Lieder entstanden: Lieder, die Krawczyk von einer neuen und zugleich aber auch sanfteren Seite zeigen.

• 21. Juli, 20 Uhr, Wandelhalle, "Bayon” - Die ostdeutschen "Erfinder" der Weltmusik präsentieren Bläser-, Zupf- und Streicher- Lautmalerei mit subtiler Percussions-Basis. Das Band-Projekt "Bayon" war schon multikulturell, lange bevor dieser Terminus für Völkerverständigung via Kunst zur Modephrase degenerierte.

• 31. August, 20 Uhr, Reuter- Wagner-Villa, Eugen Mantu (Cello) & Akiko Yukawa (Klavier): "Keine Angst vor Klassik - Tanzmusik aus drei Jahrhunderten”

• 21. September, 20 Uhr, Nikolaikirche, Reinhard Schimmelpfeng, "Klänge des Lichtes” - Ein Obertonkonzert für Stimme und Instrumente.

• 3. Oktober, 20 Uhr, Kunstpavillon (Wartburgallee), Das Schukker Trio spielt Musette, Klezmer, Evergreens, alte fränkische Lieder u. a. Volksmusik.

• 17. November, 20 Uhr, Waldorfschule (Aula), Duo "Kling-Chernicoff” - Tango- LatinJazz - Piazolla-Tangos, Candombe sowie brasilianische und kubanische Musik.
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4 Kommentare
Wolfgang Rewicki aus Eisenach | 14.05.2012 | 10:08  
Wolfgang Rewicki aus Eisenach | 14.05.2012 | 16:12  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 24.05.2012 | 09:42  
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Hannelore Grünler aus Artern | 07.10.2012 | 01:27  
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