Lutherhaus trägt blaues Siegel

Barbara Harnisch, Geschäftsführerin Lutherhaus, und Oberbürgermeister Mathias Doht, brachten am Montag das blaue Siegel an. Von nun an zählt das Eisenacher Lutherhaus mit zum Europäischen Kulturerbe. (Foto: Foto: Blume)
Eisenach: Lutherhaus | Lutherhaus, Georgenkirche und Wartburg sind nun Europäisches Kulturerbe


VonSandra Blume

Seit Montag schmückt das Lutherhaus Eisenach ein leuchtend blaues Siegel. Das Museum zählt neuerdings zu den Europäischen Kulturerbe-Stätten in Thüringen. Orten, die laut der Europäischen Kulturkommission beispielhaft für die vielfältige Geschichte Europas stehen und zur Stärkung der gemeinsamen europäischen Identität beitragen.

Das Siegel wurde bereits am 7. September durch Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, verliehen und am Montag in einem feierlichen Akt von Barbara Harnisch, Geschäftsführerin des Wartburgverlages und Matthias Doht, dem Oberbürgermeister der Stadt Eisenach an der Fassade des Hauses befestigt.

"Auch wenn die Verleihung des Siegels keine direkten finanziellen Auswirkungen hat - wir sind sehr stolz auf diese Würdigung und werden das vor allem für unser Marketing nutzen", freut sich Alexandra Husemeyer, die im Lutherhaus für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Die Siegel wurden insgesamt an sieben Thüringer Stätten der Reformation verliehen. Christoph Matschie gratulierte: "Thüringen ist das Kernland der Reformation. Kein anderes Bundesland hat so viele herausragende Stätten, die Zeugen dieses Weltereignisses sind. Durch die Auszeichnung mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel rücken sie noch mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Das ist ein wichtiger Impuls bei unseren Vorbereitungen auf das Reformationsjubiläum."

Zu den ausgezeichneten Stätten gehören neben dem Lutherhaus auch die Wartburg, die Eisenacher Georgenkirche, das Augustiner Kloster Erfurt, das Collegium Maius der Erfurter Universität, die Bartholomäuskirche Altenburg und das Bauernkriegspanorama Bad Frankenhausen. Die Pfarrschule der St. Georgenkirche in Eisenach und das Collegium Maius der Erfurter Universität waren die Ausbildungsstätten des jungen Luthers. Im Augustinerkloster lebte Luther als Mönch. Auf der Wartburg entstand die deutsche Bibelübersetzung. In der Altenburger Bartholomäikirche traute Luther im Jahr 1525 erstmals einen Mönch und eine Nonne. Im Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen werden zahlreiche Aspekte des Umwälzungsprozesses Anfang des 16. Jahrhunderts dargestellt, darunter auch die Reformation.

Das Lutherhaus ist eines der ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser Eisenachs. Der Überlieferung zufolge soll Martin Luther während seiner Eisenacher Schulzeit, von 1498 bis 1501, in diesem Haus bei Familie Cotta gewohnt haben. Nach Beseitigung der Bombenschäden des 2.Weltkrieges eröffnete die Thüringer Landeskirche 1956 hier eine Gedenkstätte an Matin Luther.
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