Poetisches Gipfeltreffen

Matthias Klaß organisiert die 2. Thüringer Meisterschaft im Poetry Slam auf der Wartburg.

Zweite Thüringer Meisterschaft im Poetry Slam findet im September auf der Wartburg statt



Von Wolfgang Rewicki

EISENACH. Poetry Slam - so etwas hätte man im 13. Jahrhundert vielleicht noch am ehesten Sängerkrieg genannt. Heute aber, ein paar Jährchen nach Wolfram von Eschenbach, Heinrich von Ofterdingen und Walther von der Vogelweide, heißt solch ein Wettstreit von Poeten eben Poetry Slam, weil ja diese moderne Art der Vortragskunst wieder einmal - Wo sonst? - zuerst in Amerika entstand. 1986 in Chicago war das, und mittlerweile hat sich diese Form des dichterischen Wettkampfes weltweit verbreitet. Dabei gilt die deutschsprachige Slam-Szene übrigens nach der englischsprachigen als die zweitgrößte der Welt!

Auch in Thüringen gibt es indessen etliche solcher Vortragskünstler. Und nachdem im vergangenen Jahr die erste Thüringer Landesmeisterschaft einen ziemlichen Publikumserfolg hatte, soll in diesem Jahr die zweite folgen. Diesmal ist nicht Jena, sondern die Wartburg bei Eisenach der Austragungsort, was für Matthias Klaß, den hiesigen Protagonisten der Thüringer Slam-Szene, einerseits besonders erfreulich ist, ihm andererseits aber auch jede Menge organisatorische Arbeit abverlangt. „Zehn Teilnehmer haben wir schon so gut wie sicher“, so lautet seine erste Zwischenbilanz.

Mit dabei am 6. September ist auf jeden Fall auch wieder der Slammer Andreas In der Au, der sich selbst AIDA nennt, und der als Gewinner der vorjährigen Meisterschaft nun als Titelverteidiger ins Rennen geht. Veranstalter des poetischen Spektakels ist der Verein Highslammer e.V., bei dem Klaß stellvertretender Vorsitzender ist. Jüngst durfte er als Unterstützung für die 2. Landesmeisterschaft 4.000 Euro Fördermittel entgegen nehmen, welche zu gleichen Teilen von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen Thüringen und der Wartburg-Sparkasse zur Verfügung gestellt wurden.

Am Freitag, dem 6. September, wird Tom Schildhauer, ein Slammer aus Halle, das poetische Gipfeltreffen, die 2. Thüringer Meisterschaft im Poetry Slam, auf der Wartburg eröffnen. 600 Gäste verbuchte die Meisterschaft 2012. Die Veranstalter um Matthias Klaß sind sich sicher, auch diese Zahl toppen zu können. Ansonsten bleibt für die Teilnehmer alles wie gehabt: eigene Texte, sechs Minuten Vortragszeit, keine Requisiten, keine Kostümierung, 51 Prozent des Textes müssen gesprochen werden, tänzerische Einlagen sind erlaubt. Und am Ende entscheidet das Publikum, wer der diesjährige Thüringer Meister wird. Ein Rahmenprogramm, das außer Wertung läuft, gibt es übrigens auch. Dabei will Matthias Klaß seine Version des „Tannhäuser“ zu Besten geben. Mehr geht eigentlich nicht.
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