Ein Bienenvolk zur Pflege

Gerhard Wolf betreibt seit vielen Jahren die Imkerei mit großer Leidenschaft – die Bienen sind ihm sozusagen ans Herz gewachsen. Von seinem großen Wissensschatz möchte er in einem Lehrgang für Jedermann etwas weitergeben.

Gerstunger Imker starten im Februar ein interessantes Projekt für alle, die mehr über die Imkerei erfahren möchten

Von Wolfgang Rewicki

GERSTUNGEN. „Wenn die Biene stirbt, stirbt der Mensch vier Jahre danach.“ Kein Geringerer als Albert Einstein soll dies einmal gesagt haben. Denn die größte Leistung, die Bienen für uns Menschen erbringen, ist die Bestäubung von Blütenpflanzen. Traurige Tatsache ist allerdings bereits, dass es auch in einigen Orten des Wartburgkreises kaum noch Bienen gibt – viele Menschen merken es an der Obsternte, die im Vergleich zu früher viel geringer ausfällt.

Die Gerstunger Imker möchten diesem Trend entgegenwirken und haben ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen. „Um wieder mehr Menschen für die Bienenhaltung zu begeistern, möchten wir einen Imkerlehrgang für Jedermann anbieten. Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich“, sagt Imker Gerhard Wolf.

Es ist geplant, an einigen Wochenenden im Februar theoretisches Wissen über die Bienenhaltung zu vermitteln und auch praktische Arbeiten durchzuführen. Dazu zählen die jetzt anstehenden Winterarbeiten. Natürlich werden auch Bienenwachskerzen gegossen oder gewickelt, je nach Vorliebe.

Ab März/April beginnt dann je nach Wetterlage die eigentliche Arbeit an und mit den Bienen – alle zwei Wochen. Jeder Teilnehmer betreut ein eigenes Bienenvolk, welches er unter Anleitung bearbeitet. Und den geschleuderten Honig von „seinem“ Bienenvolk darf er auf alle Fälle behalten, sozusagen als süßen Lohn seiner Mühe. Wer dabei die Freude an der Imkerei für sich entdeckt, darf sein Volk, das dann aus bis zu 40 000 Bienen bestehen kann, behalten. Einzige Bedingung ist, er tritt auch dem Verein bei. Denn der ganzjährige Austausch mit den erfahrenen Imkern ist besonders wichtig, damit es den Bienen stets gut geht.

„Die Bienenhaltung hat gegenüber anderen Tieren den Vorteil, dass man sich nicht täglich um die Bienen kümmern muss. Von Frühjahr bis Herbst reicht es oft aus, alle zwei Wochen seine Bienenvölker durchzusehen. Und im Winter sollte man seine Bienen ganz in Ruhe lassen. Verreisen ist also immer noch problemlos möglich.“

Der Imkerverein „Werraaue“ wurde 1895 in Gerstungen gegründet. Waren es vor
der Wende bis zu 60 Mitglieder, sind es heute gerade 22 Imker, die sich dem schönen wie nützlichem Hobby widmen.

Anmeldung zum Lehrgang:
Gerhard Wolf, Vorsitzender,
Karlstraße 6,
99834 Gerstungen,
Telefon 036922/20936 oder 01733822819
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