Erntedankfest: Auch Gelegenheit zur Mahnung

Die Ehrengäste folgten der von den Landfrauen gebundenen Erntekrone in die Kirche von Etterwinden.
Von Werner Kaiser ETTERWINDEN. Einen frohen Ton schlug Pastorin Barbara-Sophia Reichert an, als sie die Gemeinde des Erntedankfest-Gottesdienstes, darunter auch Bewohner der Diakonieeinrichtung Marienhöhe und des Falkheimes, in der Etterwindener Kirche begrüßte. Optimistisch, aber auch nachdenklich war die Predigt von Martina Berlich, der Superintendentin des Kirchenkreises Eisenach-Gerstungen gehalten. Sie sprach von den Träumen einer kleinen Kartoffel, ein festliches Mahl zu werden. Zugleich rügte sie, dass das derzeitige Gebahren von Währungs- und Finanzspekulanten mit der achtungsvollen Haltung der Heiligen Elisabeth zum selbst erarbeiteten Brot unvereinbar sei, und forderte eine "ethische und moralische Wiedervereinigung". Froh über die in den letzten Jahren entstandene Tradition, mit einem Gottesdienst das Erntedankfest im Wartburgkreis gemeinsam - nach Ifta und Völkershausen nunmehr in Etterwinden - zu feiern und die im Jahreslauf geleistete Arbeit zu würdigen zeigte sich Landrat Reinhard Krebs. Er mahnte besonders eine Einschränkung der Lebensmittelvernichtung an: gegenwärtig würden in Deutschland jährlich 15 Millionen Tonnen Nahrungsmittel vernichtet; demgegenüber habe sich die gesamte Getreideernte der DDR an deren Ende auf 12 Millionen Tonnen belaufen. Mit Bläserbegleitung und leckeren Happen im Kirchgarten klang die Feier des Erntedankfestes für die Besucher noch gesellig aus.
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