Mitmachen ist (fast) alles

Helmut Hantzsch
Von Wolfgang Rewicki

EISENACH. Wenn Helmut Hantzsch (66) schon von Eisenach an die Nordsee fährt, dann muss das schon einen triftigen Grund haben. Das war für den passionierten Läufer im März dieses Jahres der 32. Sylt-Lauf, der nördlichste Langstreckenlauf Deutschlands.

33.333 Meter waren zu überwinden. Ja richtig, kein Marathon, aber dafür ging es durch eine Dünenlandschaft, das heißt, die Läufer waren in sehr schwierigem Gelände unterwegs. Das geht tüchtig in die Knochen. Helmut Hantzsch belegte in der Gesamtwertung den 35 Platz! Alle Achtung. Zumal wenn man bedenkt, dass von 1.404 Startern nur 1.090 das Ziel erreicht haben. Gut 2,5 Stunden (2:34,24 h) benötigte der Eisenacher bis zum Ziel. Dabei gab es ein Zeitlimit von vier Stunden. Doch Hantzsch ist viel zu ehrgeizig, um sich was schenken zu lassen.

Zur Erinnerung gabe es eine Urkunde, eine Medaille sowie einen Pokal. Und Tags darauf Neuschnee an der Waterkant. Nur da war Hantzsch längst wieder auf dem Heimweg. Und in Gedanken schon in Brasilien, seinem nächsten Ziel. Da wird es keine winterlichen Überraschungen geben - eher Sonne und Samba. Auch nicht schlecht...
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